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„Die Erkrankung ist noch da!“

Austausch zu Long Covid – Klaus Voussem (MdL) folgt Einladung von Mechernicher Selbsthilfegruppe – Betroffene wollen gesehen, gehört und besser versorgt werden – Vortrag von Fachmediziner Dr. Karl Vermöhlen

Mehr Aufklärung wünscht sich die Selbsthilfegruppe Long Covid von der Politik und lud zu ihrem Info-Treffen auch die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit im Kreis Euskirchen, Birgit Wonneberger-Wrede, sowie den NRW-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem und Martina Mensching (Frauenunion NRW) ein. Fundierte Informationen lieferte der Mediziner Dr. Karl Vermöhlen aus Dahlem. (v.l.) Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Die Mechernicher Selbsthilfegruppe Long Covid hatte kürzlich zum Austausch geladen. Wie groß die Herausforderungen rund um die Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen bis heute sind, wurde bei dem gemeinsamen Termin mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen und der Selbsthilfegruppe deutlich.

Im Mittelpunkt des Treffens mit dem NRW-Landtagsabgeordneten der CDU, Klaus Voussem, Martina Mensching von der Frauenunion NRW und der Fachbereichsleiterin des Kreisgesundheitsamtes, Birgit Wonneberger-Wrede, stand ein deutlicher Appell der Gruppenleiterin Doris Linden-Schulz: „Die Erkrankung ist weiterhin hochaktuell, kann jede und jeden treffen. Und die Einschränkungen danach sind manchmal gravierend – auch wenn man sie von außen nicht immer sieht.“ 

Aufschluss über das Krankheitsbild und die teils heftigen Folgen gab den Gästen der ebenfalls geladene Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Mediziner Dr. Karl Vermöhlen aus Sistig, zugleich gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, der bereits während der Pandemie im Klinikum St. Vith/Belgien tätig war, wo er selbst schwer an Covid erkrankte. Wie er, waren sich alle Teilnehmenden einig, dass die medizinische Versorgung vielerorts noch zu lückenhaft sei und Betroffene häufig zu lange auf spezialisierte Hilfe warten müssten. 

Neben dem medizinischen Blick standen auch gesellschaftliche Fragen im Raum: Wie lässt sich Stigmatisierung verhindern? Wie kann mehr Verständnis in Alltag, Arbeitswelt und Behörden entstehen? Die Selbsthilfegruppe betonte ihre Rolle als stabilisierendes Netzwerk. Zugleich brauche es jedoch verlässlichere Strukturen, mehr Vernetzung und eine bessere Koordination zwischen Hausärzten, Fachambulanzen, Reha und Kostenträgern. „Unser größter Wunsch wäre eine gemeinsame Anlaufstelle für alle, vom Erkrankten bis zum Arzt, der sich zu dem Thema weiterbilden möchte“, betonte Mariette Klein von der Selbsthilfegruppe.   

Klaus Voussem versprach den rund 20 Anwesenden, sich im NRW-Landtag für eine evidenzbasierte Politik sowie mehr Vernetzung einzusetzen. „Damit auch Erkrankte die Möglichkeit haben, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“ 

pp/Agentur ProfiPress
 

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