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D-Mark für den Kriegsfall

Kreisgeschichtsverein lädt für den 27. September um 14 Uhr zu einer spannenden Bunker-Tour nach Satzvey ein

Mit dem Extremweitwinkelobjektiv („Fisheye“) Blick in die Küche der Satzveyer Atombunkeranlage. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Zwischen 1966 und 1969 ließ die Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen unter strengster Geheimhaltung in Satzvey einen 2.500 m² großen Atombunker mit 72 Räumen bauen. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Schaltzentrale tief unter der Erde und hinter dicken Betonmauern, hier sollte für den Kriegsfall Bargeld gebunkert werden. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Satzvey – Was sich hinter dicken Betonmauern unter der früheren Satzveyer Hauptschule befindet, dürfte sich längst im Umland herumgesprochen haben: Ein ehemaliger Atomschutzbunker aus der Zeit des Kalten Krieges, „Ausweichsitz der Landeszentralbank NRW, heute wieder als Dokumentationsstätte begehbar.

Und zwar nächstes Mal für die Öffentlichkeit am Samstag, 27. September, von 14 bis 16 Uhr auf Einladung des Kreisgeschichtsvereins unter der Vorsitzenden Dr. Gabriele Rünger. Man muss seine Teilnahme vorher unbedingt anmelden unter www.geschichtsverein-euskirchen.de/termine oder per E-Mail an mail@geschichtsverein-euskirchen.de

Treffpunkt ist (Naviadresse) Pantaleonskreuz 102 in Satzvey, Parken kann man an der Grundschule Satzvey, die Kosten belaufen sich auf zehn Euro pro Person bei maximal 30 Teilnehmern.
Zwischen 1966 und 1969 ließ die Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen unter strengster Geheimhaltung in Satzvey einen 2.500 m² großen Atombunker mit 72 Räumen bauen.

Geheimnis des Kalten Krieges

Dort sollten im Kriegsfall Ersatz-D-Mark-Bestände lagern, um die Geldversorgung im Land sicherzustellen. Rund um die Uhr gewartet, war der Komplex für den „Tag X“ bereit – bis er nach dem Ende des Kalten Krieges Anfang der 1990er Jahre für überflüssig gehalten wurde.

Heute können Besucherinnen und Besucher den original erhaltenen Schutzbau wieder besichtigen und erfahren, wie die Bundesbank damals für den Ernstfall sorgte. Dr. Rünger: „Wer sich für Zeitgeschichte, Finanzwesen und die Geheimnisse des Kalten Krieges interessiert, sollte sich diesen Blick hinter die Bunkerwände nicht entgehen lassen.“

pp/Agentur ProfiPress
 

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