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Ausgezeichnet wandern

EifelSpur „So weit das Auge reicht“ zum beliebtesten Wanderweg gewählt – Verbesserungs-Wünsche der Wanderbegeisterten sollen beachtet werden

Die Mechernicher EifelSpur „So weit das Auge reicht“ wurde nach Ausschreibung der „Nordeifel Tourismus GmbH“ zum „Wanderweg des Jahres 2024“ gewählt. Die „Siegerehrung“ fand im städtischen Bergbaumuseum statt. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Ab dem Bergbaumuseum geht es entlang vieler historischer Orte des Bergbaus und atemberaubender Aussichten. Fotos: Gabriele Schumacher/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Um die Instandhaltung der Wege kümmert sich die Mechernicher Ortsgruppe des Eifelvereins, der besonderer Dank galt.

Was sich die Wanderinteressierten auf den Wegen zukünftig wünschen? Mehr Mobiliar, bessere gastronomische Angebote und mehr Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.

Mechernich/Nordeifel - Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wurde wieder der beliebteste Wanderweg in der Nordeifel gesucht. Und gefunden: die EifelSpur „So weit das Auge reicht“ in Mechernich, gewählt mit über 18 Prozent aller abgegebenen Stimmen.

Bei der von der „Nordeifel Tourismus GmbH“ (NeT) und dem Kreis Euskirchen durchgeführten Online-Wahl konnten Interessierte ihrer Lieblings-„EifelSchleife“ oder –„EifelSpur“ jeweils eine Stimme geben. „Insgesamt haben sich 801 Wanderinteressierte an der Wahl beteiligt“, freut sich dessen Geschäftsführer Patrick Schmidder.

Knapp dahinter folgt auf dem zweiten Platz die EifelSpur „Auf den Spuren der Raubritter“. Mit größerem Abstand folgen die beiden EifelSpuren „Wo die Ahr entspringt“ und „Silberschatz“ sowie die EifelSchleife „Fuchshöhle“.

 

„Ehre, wem Ehre gebührt“

 

Die für den Sieger zuständige Ortsgruppe Mechernich des „Eifelvereins“ um ihren Vorsitzenden und „Vater der EifelSpur“ Horst Müller sowie die Wegepaten Dr. Birgit Knauff, David Rosenbaum und Michael Surbach erhielten „für ihr Engagement und die gute Pflege des Weges“ nun einen Sieger-Award, eine Wanderbank aus der Serie der „EifelSchleifen und EifelSpuren“ sowie eine Geldprämie in Höhe von 300 Euro für die Vereinskasse.

Diese kamen direkt aus den Händen von Landrat Markus Ramers, gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der „Nordeifel Tourismus GmbH“, und dem Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Auch Stadtkämmerer Ralf Claßen und Gabriele Schumacher von der Stadtverwaltung war zugegen, als die feierliche Würdigung am Ausgangspunkt des Wanderwegs im „Bergbaumuseum“ in Mechernich stattfand. „Ehre, wem Ehre gebührt. Deshalb wird die EifelSpur »So weit das Auge reicht« im weiteren Saisonverlauf in ein besonderes Rampenlicht gerückt“, so Schmidder.

 

Mit sechs Stimmen zum Sieg

 

Bürgermeister Dr. Schick wies zu diesem Anlass nochmals auf die facettenreiche Landschaft im Mechernicher Stadtgebiet, die Börde genauso beinhaltet wie das für die Eifeler Mittelgebirge. Hinzu kämen die lange Bergbauhistorie und atemberaubende Landschaften, die jährlich nicht nur viele Touristen begeistert, sondern auch bedrohten Arten wie dem Galmei-Veilchen auf dem Schwermetallrasen des Kallmuther Bleiabbaugebietes einen Standort  bietet.

Landrat Markus Ramers gratulierte ebenfalls besonders der Mechernicher Ortsgruppe des Eifelvereins, die sich in ihrer Freizeit um die Instandhaltung der Wege kümmern. „Sechs Stimmen haben übrigens den Sieg gebracht“, freute sich Ramers. Für ihn seien die Wege ein „großartiges System“, „eine Erfolgsgeschichte, auf die man stolz sein“ könne - dass es in Zukunft mit bestimmten Maßnahmen noch weiter aufzuwerten gelte. Doch dazu später mehr.

Wegewart David Rosenbaum sprach allen Beteiligten im Namen der Ortsgruppe Dank aus und sei froh, dass der Weg „entlang atemberaubender Fernsichten und toller Landschaften“ den ersten Platz erreicht hat. Er ergänzte: „Wegen unserer schönen neuen Bank stehen wir derzeit schon mit den Mechernicher Bauhof in Kontakt, um für sie ein schönes Plätzchen zu finden.“

Da lobte auch der Ortsgruppen-Vorsitzende Horst Müller nochmal die gute Zusammenarbeit: „Die Stadtverwaltung und der Bauhof unterstützen den Eifelverein hier so gut wie sonst nirgendwo im Kreis. Die Dienstwege sind kurz und die Zusammenarbeit sehr gut!“

 

„So weit das Auge reicht“

 

„Weite Blicke über die Landschaft der Eifel und tiefe Einblicke in die Welt des Bergbaus. Das ist möglich bei einer Wanderung auf der 15 Kilometer langen EifelSpur im Stadtgebiet Mechernich“, schreibt die NeT über den Siegerweg „So weit das Auge reicht“.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das „Bergbaumuseum“ in Mechernich. Anfangs führt sie entlang eines Militärsperrgebiets, danach durch das ehemalige Erzabbaugebiet und später durch das Naturschutzgebiet „Kallmuther Berg“.

Am Aussichtspunkt „Tagebau Kallmuther Berg“ bietet sich ein „faszinierender Blick auf das stillgelegte Bleierz-Abbaugebiet und die dahinterliegenden Landschaften“. Auf dem zweiten Teil der Strecke warten weitere besondere Aussichten als Belohnung auf die Wandernden, wie am „Eifel-Blick Galgennück“ bei Lorbach.

Aufgrund von Bergbauschäden ist zwar ein kurzer Teilabschnitt der ursprünglichen Wegeführung gesperrt, sei mit einer alternativen Wegeführung aber „gut wanderbar“. Ein großes Angebot an Einkehrmöglichkeiten bietet sich schließlich im Stadtzentrum von Mechernich an. „Dazu ist vom dortigen Rad- und Wanderbahnhof eine umweltfreundliche An- und Abreise möglich“, so die NeT.

 

Viel gelernt

 

Neben der Stimmabgabe hätten die Verantwortlichen im Zuge der Wahl auch wertvolle Informationen erhalten. So konnte zusätzlich die Frage beantwortet werden, was sich die Wanderinteressierten auf den Wegen und den neuen 16 EifelRadSchleifen zukünftig wünschen. Darunter mehr Mobiliar, ein besseres gastronomisches Angebot und mehr Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Von zahlreichen Teilnehmenden habe es auch ein „großes Lob“ für die Wege gegeben.

Die Wahl „Wanderweg des Jahres“ erfolgt mit Unterstützung der „e-regio GmbH & Co. KG“ und der „Bungard Tischlerwerkstätten GmbH & Co. KG“. Auch in den nächsten Jahren werde die Wahl durchgeführt. Dabei müssen alle siegreichen Wege pausieren, um anderen die Chance auf einen Sieg zu ermöglichen. Die Eifelspur „So weit das Auge reicht“ hat aufgrund ihrer anhaltend hohen Platzierungen nun die „gelb-rote Karte“ – und muss die nächsten drei Jahre in der Abstimmung aussetzen. „Wir wollten nämlich keinen FC-Bayern-Effekt“, sagte Landrat Markus Ramers dazu mit einem Schmunzeln.

pp/Agentur ProfiPress

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