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70 Jahre Kapellenverein

Wallenthal feierte sein der Hl. Katharina von Alexandrien geweihtes Gotteshaus mit einem Festgottesdienst und einem Mundartabend

Mit einem Gottesdienst, den das von Wolfgang Leisten musikalisch geleitete Blasorchester „Haste Töne?!“ verschönerte, eröffneten Diakon Manfred Lang und zahlreiche Gottesdiensthelferinnen und Lektoren das Jubiläum des Kapellenvereins St. Katharina, der am 10. September 1955 ins Vereinsregister eingetragen worden war. Foto: Martin Radermacher/pp/Agentur ProfiPress

Zur Begrüßung hieß Stefan Urfell (l.), der stellvertretende Vorsitzende des Kapellenvereins, den Vortragskünstler Manni Lang („Manni kallt Platt“) willkommen. Foto: Martin Radermacher/pp/Agentur ProfiPress

Von Beethovens Weckes, Heines Dreckes und Goethes Schäng, Poppeköche-Kappesköpche und Aaschbackebärbche berichtete der Autor Manfred Lang in seiner zweistündigen kabarettistischen Show in der Wallenthaler Dorfhalle. Foto: Martin Radermacher/pp/Agentur ProfiPress

Wallenthal/Mechernich – Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst und einem heiteren Mundartabend hat der Kapellenverein St. Katharina am vergangenen Samstag sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Gut 50 Gottesdienstbesucher füllten zunächst die Kapelle und später an die Hundert die urgemütliche Dorfhalle, wo Diakon und Buchautor Manfred Lang aus dem benachbarten Lückerath den Abend gestaltete.

Zur Begrüßung hieß Stefan Urfell, der stellvertretende Vorsitzende des Kapellenvereins, den Vortragskünstler willkommen. Urfell stand dem Diakon zuvor bereits während des Gottesdienstes zur Seite. Zehn engagierte Helferinnen und Helfer des Vereins sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Jubiläums und die Bewirtung der Besucher.

Von der Idee zum Gotteshaus

Die Ursprünge des Kapellenvereins reichen ins Jahr 1953 zurück. Damals kam Hubert Mey aus Wallenthal bei Bauarbeiten mit den Bauersleuten Johann und Sofia Schmitz aus Bergbuir ins Gespräch über den lang gehegten Wunsch nach einer eigenen Kapelle in Wallenthal, wie sie auch die Bergbuirer mit ihrer St.-Barbara-Kapelle besaßen.

Ein passendes Grundstück fand sich im Erbe der Familie Grahn, der Sofia Schmitz entstammte. Unter der Bedingung, dass das künftige Gotteshaus nach ihrer Mutter und damit nach der heiligen Katharina von Alexandrien benannt werde, stifteten Johannes und Sofia Schmitz fünf Ar Land.

Am 10. September 1955 wurde der Kapellenverein offiziell ins Vereinsregister eingetragen. 1961 begann der Bau, 1963 wurde Richtfest gefeiert, 1964 die Fenster eingesetzt. Nach manchem Kompetenzgerangel konnte aber schließlich erst am 15. November 1969 die erste Heilige Messe gefeiert werden. Bereits Jahre davor war Weihbischof Josef Buchkremer aus Aachen als Ehrengast empfangen worden.

Katharina, Patronin und Nothelferin

Katharina von Alexandrien zählt zu den 14 Nothelfern der Kirche und gilt als Schutzpatronin der Schulen, der Philosophen und vieler Handwerksberufe. Der Legende nach trat sie im 4. Jahrhundert furchtlos gegen Kaiser Maxentius auf, widerstand Folter und wurde schließlich enthauptet. Ihre Verehrung lebt bis heute – auch in Wallenthal, wo sie seit sieben Jahrzehnten Namenspatronin der Kapelle ist.

In seiner Predigt verband Diakon Lang die Geschichte der Heiligen mit bodenständigen Eifeler Weisheiten: „Lott üch net jeck maache“ – lasst euch nicht verrückt machen – war einer seiner zentralen Impulse. Ebenso rief er dazu auf, das Leben anzunehmen wie es ist („Et öss, wie et öss“) und auf Gottes schützende Hand zu vertrauen („Jottvetroue“).

Mit diesen Worten schloss sich ein Jubiläum, das Tradition, Glauben und heitere Geselligkeit verband, in die Geschichte des Kapellenvereins St. Katharina ein – und stärkte die Dorfgemeinschaft von Wallenthal für die kommenden Jahre.

Beim Mundartabend in der Dorfgemeinschaftshalle wurden auch viele Zuschauer aus der weiten Umgebung gesichtet, die sich köstlich über Manni Langs halb hochdeutsche, halb platte Kolumnen und Sketche amüsierten.

pp/Agentur ProfiPress
 

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