„2020 hat Bauern viel abverlangt“
Die rheinischen Landwirte konnten 2020 trotz Corona ihren Beruf nahezu störungsfrei ausüben. Sie konnten die Ernährung der Bevölkerung problemlos gewährleisten. Hier ein Erntebild bei Bleibuir (Stadt Mechernich). Archivfoto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich/Rheinland - „In der Corona-Krise haben die Landwirte unter Beweis gestellt, dass sie die Bevölkerung verlässlich versorgen können“, resümierte Bauernpräsident Bernhard Conzen über das zu Ende gehende Katastrophenjahr 2020. In weiten Teilen der Gesellschaft sei die Erkenntnis gewachsen: „Wir brauchen eine starke Landwirtschaft!“
„Anders als viele andere Wirtschaftsbereiche konnten wir weiterarbeiten“, betonte RLV-Präsident Conzen im LZ-Interview. Der Zusammenbruch von Lieferketten in den Bereichen Rind- und Schweinefleisch wie bei den Verarbeitungskartoffeln hätten die Marktpreise allerdings stark nach unten gezogen. Noch sei nicht absehbar, wie es weitergehe. Hier stünden die Landwirte vor wirklich großen Herausforderungen.
„Für NRW zuversichtlich“
„Wir alle hoffen, dass wir die Pandemie 2021 überwinden und im Laufe des Jahres wieder zu einem normalen Leben zurückkehren können“, sagte Bernhard Conzen der LZ Rheinland. Conzen bewirtschaftet einen Betrieb im Kreis Heinsberg: „Mit allen Berufskollegen vertraue ich darauf, dass wir im kommenden Jahr wieder eine Belebung der Agrarmärkte sehen. Ich bin für NRW zuversichtlich, dass wir mit den politischen Verantwortlichen eine wirkliche Zukunftsperspektive für unsere heimische Landwirtschaft entwickeln können.“
Conzen weiter: „Wenn ich auf all das Erreichte im vergehenden Jahr zurückblicke, dann zeigt mir das auch: Es lohnt sich, dran zu bleiben und bei berechtigten Anliegen nicht locker zu lassen. Wenn wir das beherzigen, werden wir auch 2021 viel bewegen“, so Conzen.







