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450 Päckchen für Bedürftige

Ehrenamtliche „Tafel“ Aktivisten sammeln bei Schulen und kirchlichen Einrichtungen gesammelte Weihnachtsgeschenke ein – Privatleute können ebenfalls noch am Mittwoch, 20. Dezember, von 8 bis 18 Uhr, und Donnerstag, 21. Dezember, von 7 bis mittags ihre offenen Pakete zur „Tafel“ im Sande bringen – Bescherung ist dann am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr

Ihre 81 Weihnachtspakete für die Hilfsbedürftigen der Mechernicher „Tafel“ besangen 200 Lückerather Grundschüler in der Aula, wo die Pakete auf der Bühne gestapelt waren und Schulleiterin Sonja Daniel ein Adventssingen auf dem Klavier begleitete. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Einen halben Zentner Kaffeebohnen überreichten (v.r.) Pfarrer Patrick Mwanguhya aus Uganda und Schwester Lidwina für den Ordo Communionis in Christo. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Paketübergabe am Gymnasium am Turmhof mit Manuela Pütz, Direktor Micha Kreitz, „Tafel“-Chef Wolfgang Weilerswist, Toni Klinkhammer und Tim Athnitz. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gruppenleiterin Carina Milz, rechts neben Toni Klinkhammer und Wolfgang Weilerswist, erklärt den Kindern, wie die „Tafel“ Menschen mit geringen Einkommen hilft, links Kindergartenleiterin Heidi Zander. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Lehrer Dennis Schwinnen (l.) und einige seiner Schüler übergaben 40 Weihnachtspakete an die ehrenamtlichen Helfer der Mechernicher „Tafel“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

An der katholischen Grundschule am Bleiberg in Lückerath wurde eine kleine Vorweihnachtsfete aus der Päckchenübergabe an die „Tafel“ gemacht, links im Hintergrund die Rektorin Sonja Daniel am Klavier. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Päckchenverladung an der neuen „Kiss-and-Drop“-Spur vor der Grundschule Lückerath. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Schöne Bescherung für die Bescherenden: Montag begaben sich „Tafel“-Chef Wolfgang Weilerswist, seine dessignierte Nachfolgerin Manuela Pütz und die treuen „Tafel“-Aktivisten Toni Klinkhammer und Tim Athnitz auf Rundreise zu Schulen und kirchlichen Einrichtungen im Stadtgebiet.

Dort sammelte die mit einem Kleinlaster ausgestattete Truppe Weihnachtspakete für rund 500 Einzelpersonen und Familien im Stadtgebiet ein. Allesamt Menschen, die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet und auf die Versorgung durch die „Tafel“ in der Alten Schule im Sande angewiesen sind. Bei rund 50 Prozent von ihnen handelt es sich um Ukrainer/innen, die aufgrund des russischen Angriffskrieges ihre Heimat verlassen haben.

In der Alten Schule im Sande können auch Privatleute, die helfen wollen, noch den ganzen Mittwoch, 20. Dezember, von 8 bis 18 Uhr und Donnerstagmorgen ab 7 Uhr offene Weihnachtspäckchen oder auch Lebensmittel- und Spielzeugeinzelspenden abgeben. Die große Bescherung der Bedürftigen findet dann am Donnerstag, 21. Dezember von 14 bis 18 Uhr im „Tafel“-Depot der Alten Schule statt.

Dieses Jahr hat die Mechernicher „Tafel“ auch Weihnachtspäckchen von katholischen Kindergärten in Schleiden und Würselen bekommen, berichtet Wolfgang Weilerswist dem Reporter des „Bürgerbriefs“: „Das haben wir der enormen Medienpräsenz hier in Mechernich zu verdanken!“ Die Mechernicher „Tafel“ sei auch durch seine Tätigkeiten im Bundesvorstand und als NRW-Landesvorsitzender bekannt geworden.

Am Montag steuerten Athnitz, Klinkhammer, Pütz und Weilerswist nacheinander die Katholische Grundschule am Bleiberg in Lückerath, die städtische Gesamtschule, Gymnasium am Turmhof (GAT), den katholischen Kindergarten an der Pfarrkirche und die Communio in Christo an der Bruchgasse an. Am Vortag waren bereits die Pakete der Gemeinschaftsgrundschule Satzvey abgeholt worden.

115 Pakete im Flutjahr 21

Mit 115 Paketen für die Mechernicher „Tafel“ erreichte die jährliche Hilfsaktion der Katholischen Grundschule Lückerath im Corona- und Flutjahr 2021 ihren bisherigen Höhepunkt. Die Vermutung lag nahe, dass die Menschen in Notzeiten besonders eng zusammenrücken. 2022 waren es 82 Pakete, diesmal 81.

Die Gesamtschule hatte von ihren Schülereltern 40 Pakete bekommen, das Gymnasium ein paar hundert Einzelkomponenten von Schülern und Eltern, darunter auch Lern- und Bastelmaterial und Spielsachen, die sich in der „Tafel“ prima zu weiteren Dutzenden von Paketen zusammenstellen lassen, ebenso der Kindergarten der Caritas.-Lebenswelten.

„Wir werden mit den Paketen von Privatleuten unser Soll von 450 Weihnachtspaketen zusammenbekommen“, zeigten sich Manuela Pütz und Wolfgang Weilerswist optimistisch: „Sollte etwas fehlen, stellen wir aus unserem normalen Lebensmittelaufkommen und ein paar gekauften Spielsachen was zusammen.“

Wichtig ist den allesamt ehrenamtlich tätigen „Tafel“-Leuten, dass die Pakete offen angeliefert werden, damit sie sehen, für welche Empfängergruppe der Inhalt bestimmt ist. Die Lückerather Grundschüler, die im Jahr 2005 mit die ersten im Stadtgebiet waren, die die „Tafel“ mit Weihnachtspaketen ausstatteten, beschriften die Pakete entsprechend: „für alleinstehende Frau“, „Familie mit Mädchen bis zehn Jahre“, „Eltern und Kleinkind“ etc.

1500 Menschen sind angewiesen

In Lückerath leitete Rektorin Sonja Daniel die Übergabeaktion nach einem gemeinsamen Adventssingen in der Aula, am GAT vertrat Direktor Micha Kreitz die auf Exkursion befindliche Projektverantwortliche Kirsten Welsch, im katholischen Kindergarten überreichten Leiterin Heidi Zander und die Gruppenleiterinnen Carina Milz und Margot Schmitz die guten Gaben, und an der städtischen Gesamtschule der auch für die Medienarbeit zuständige Lehrer Dennis Schwinnen zusammen mit einigen Schülern. Für den Ordo Communionis in Christo übergaben Schwester Lidwina und Pfarrer Patrick Mwanguhya traditionsgemäß 50 Pfund Kaffee.

Die Zahl der von der Mechernicher „Tafel“ mit Lebensmitteln und so genannten Gütern des täglichen Bedarfs versorgten Familien und Einzelpersonen hat sich seit Ausbruch des Ukraine-Krieges und entsprechender Zuwanderung von Flüchtlingen auf 500 verdoppelt.

„So viele Kundenkarten enthält unsere Kartei“, so Wolfgang Weilerswist: Dahinter stehen 1500 Einzelpersonen, viele davon sind Kinder!“ Die Weihnachtspakete seien eine Draufgabe auf die allwöchentliche Versorgung zu den Festtagen. Nicht nur haltbare Lebensmittel, auch Spielsachen, Süßigkeiten und kleine Geschenke für Kinder werden für die entsprechend gekennzeichneten Pakete zum Christfest gebraucht.

pp/Agentur ProfiPress

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