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Luftballons für Karneval

Karnevalsverein Harzheim organisierte gemeinsame Luftballon-Aktion zu Karneval – Tradition gerade auch in Pandemie hochhalten – „Wichtig ist das »Wir machen es!«“

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung freuten sich die Mitglieder des Harzheimer Karnevalsvereins, nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie endlich wieder bei einem kleinen Grillfest zusammenkommen zu können. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

„Der Karneval lebt davon, dass die Menschen in der fünften Jahreszeit zusammenkommen und gemeinsam feiern“, sagt Christina Kremer, Vorsitzende im Karnevalsverein (KV) Harzheim. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Harzheim – „Der Karneval lebt davon, dass die Menschen in der fünften Jahreszeit zusammenkommen und gemeinsam feiern“, sagt Christina Kremer, Vorsitzende im Karnevalsverein (KV) Harzheim. Die Zeit der Corona-Pandemie sei deshalb eine große Herausforderung gewesen, doch die Harzheimer Karnevalisten hatten außergewöhnliche Ideen, um die Gemeinschaft zu stärken. Christina Kremer: „Es braucht zum einen die Ideen, aber dann muss das Geplante auch umgesetzt werden. Wichtig ist das »Wir machen es!«.“

An Umsetzungskraft und Motivation mangelte es in Harzheim jedenfalls nicht, als 2021 der Karneval coronabedingt nicht stattfinden durfte. „Wir haben kurz vor Karneval Kamelle-Tüten für jedes Kind im Dorf gepackt. Am Karnevalssonntag haben wir dann im Schichtbetrieb 250 Luftballons in unseren Vereinsfarben weiß und orange mit Helium gefüllt und im Dorf an jedes Haus verteilt“, erzählt Christina Kremer.

Zusammenhalt zeigen

Als dann um 14.11 Uhr wie vereinbart die Kirchenglocken mit ihrem Läuten das Signal gaben, ließen alle Harzheimer ihre Luftballons zugleich in den Himmel aufsteigen. „Wir sind eine Gemeinschaft – und wir wollten diesen Zusammenhalt auch zeigen“, sagt Christina Kremer, die viel Spaß daran hatte, zu sehen, wie sich die Menschen im Ort über die Aktion gefreut hatten.

Der Karneval ist eine stabile Größe in Harzheim. Seit 1973 gibt es den Karnevalsverein, dessen Vorsitz Christina Kremer vor etwa sechs Jahren aus den Händen ihres Vaters übernahm. Insgesamt habe zu der Zeit ein jüngerer Vorstand den bestehenden abgelöst, dessen Mitglieder aber weiter als Beisitzer im Hintergrund aktiv blieben. Aktuell zählt der Verein rund 120 Mitglieder.

Sitzung immer ausverkauft

Jedes Jahr an Veilchendienstag zieht der Karnevalszug durchs Dorf – der Karnevalsverein mit einem eigenen Wagen, außerdem ein gutes Dutzend weitere Gruppen aus Harzheim und den umliegenden Ortschaften. Im Anschluss an den jecken Lindwurm treffen sich die Karnevalisten traditionell zur „After-Zoch-Party“ im Saal „Zervos“ in der Ortsmitte.

Aushängeschild des Karnevalsvereins ist indessen die jährliche Karnevalssitzung mit Kölner Kräften. „Die ist jedes Jahr ausverkauft“, so Christina Kremer. Auch dieses Jahr hatte man vom Programmheft bis zum Zelt bereits alles auf die Beine gestellt, als das Land NRW dann doch die Empfehlung aussprach, alle Karnevalssitzungen abzusagen.

„Das hat uns viel Kraft gekostet“, erinnert sich die Vorsitzende: „Wir kriegen zwar hoffentlich 90 Prozent der Kosten aus dem dafür eingerichteten Sonderfond zurückerstattet – aber der Antrag hatte so viele Stolpersteine, dass ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen.“

Karnevalstour mit Bollerwagen

Statt hinzuschmeißen zogen die Karnevalisten wieder am Karnevalssonntag mit einem Bollerwagen durch Harzheim und versorgten alle Dorfbewohner mit bunten Karnevalstüten voller Kamelle, Luftballons und Luftschlangen für die kleine Karnevalsparty zu Hause.

„Ganz egal, wie die Rahmenbedingungen sind – wir versuchen, etwas zu machen und das Dorf dabei mitzunehmen“, betont Christina Kremer. Darin schwingt ein wenig die Befürchtung mit, dass es die Tradition Karneval ohne solchen Einsatz irgendwann nicht mehr geben könnte. „Deshalb setzen wir als Verein alles daran, den Karneval im Dorf hochzuhalten.“

pp/Agentur ProfiPress

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