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„Engel des Dorfes“ mit Teamgeist

Besondere Gemeinschaftsgefühle in Mechernich: Vor fast acht Jahren von „Petzy“ Schumacher und „Knübbel“ Greuel beim Wandern ins Leben gerufen: die Quaibachjonge“ von Bleibuir

Jeder hat seine Lieblingsmaschine (v.l.) Karl-Josef Blens, Klaus-Peter Hoß, Eberhard Thannhäuser, Charly Milde, Matthias Hoß, Erich Schmitz, Helmut „Knübbel“ Greuel, Dieter Drehsen und Ortsbürgermeister Walter „Petzy“ Schumacher. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bei Pflasterarbeiten am Ehrenmal: Erich Schmitz und Klaus-Peter Hoß (r.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

 

 

Mechernich-Bleibuir – Die „Quaibachjonge“ sind ein Ausbund an „Wir-Gefühl“ im Stadtgebiet Mechernich. Kein Wunder also, dass sie es ins Sonderheft zum Jubiläum der zweiten kommunalen Neugliederung geschafft haben. Die allseits beliebte Tante-Emma-Händlerin Gertrud Mertens nannte die Rentnerband um Ortsbürgermeister Walter Schumacher auch schon „Engel des Dorfes“. „Mit einem »B« davor“, scherzen die rüstigen Mitte 60- bis fast 80jährigen Männer, die in Bleibuir an die zwei Morgen Grünflächen, Hecken und Blumenbeete in Schuss halten.

Jeden Mittwochmorgen treffen sich Walter Schumacher und Helmut „Knübbel“ Greuel, die Ideengeber zur Gründung vor sieben Jahren während einer Wanderung in Südtirol, mit ihren Mitstreitern Klaus-Peter Hoß, Alois Jentgen, Eberhard Thannhäuser, Karl Milde, Karl-Josef Blens und Erich Schmitz, die alle seit den Anfängen 2015 mit von der Partie sind. Ganz oder temporär ausgeschieden sind Stefan Strauch, Hansi Schümchen und Klaus-Ludwig Lang, neu hinzugekommen Dieter Drehsen und Matthias Hoß.

 

Das zu pflegende Terrain der „Quaibachjonge“ erstreckt sich rund um das Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“, die mit den Überschwemmungen seit 2016 und insbesondere bei der Flutkatastrophe 2021 schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

 

Hinzu kommen das Ehrenmal und öffentliche Flächen am „Steenereich“, dem Feuerwehrgerätehaus, das demnächst abgerissen und nach Lückerath verlegt werden soll, gegenüber der Kirche und am früheren Pumpenhäuschen, der „Ruusch“, und am Einmündungsbereich K 28/ L 169. Auch die Bolzplätze und die beiden Feldkreuze am Schleidweg und das Hochkreuz werden in Schuss gehalten.

Die „Quaibachjonge“ organisieren jährlich zum Leidwesen des Ortspfarres, der den Brauch nicht mag, ein Christbaumschmücken im Advent mit Glühwein und Reibekuchenbacken, dessen Erlös stets für den örtlichen Altentag und für Martinswecken der Kinder verwendet wird.

Das mittwöchige Arbeitstreffen nutzen die Rentner auch immer zu einer Kaffeetafel, zu der Anna Schumacher, die Frau des Ortsbürgermeisters, meist Kuchen backt oder Brötchen schmiert. „Ihr seid ein Klasse-Team“, schrieb „Breuer-Dröck“, die frühere Dorfladenbesitzerin, anerkennend in ihre Dankesbriefe an „die Männ“. Auch andere haben ihnen schon mal eine Spende für die segensreiche und „Wir“-stiftende Tätigkeit zugesteckt.

pp/Agentur ProfiPress

 

 

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