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Vor allem in Aachen, Düren und Euskirchen, aber auch in Köln und Bonn betreibt Karl-Hermann Schwarz (91) seit Jahrzehnten Briefkasten-Mission mit überkonfessionellen Traktaten über die Einzigartigkeit Jesu und die Gnade des christlichen Glaubens. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Briefkasten-Missionar

27.12.2017

Karl-Hermann Schwarz (91) wuchs „normal gläubig auf, nicht übertrieben“, aber die Sache mit Jesus wurde für ihn zum Lebensthema – Jetzt sucht der rüstige Ex-Gemeindevollstrecker Werner Rosens einen Nachfolger, der in Zukunft Handzettel verteilt

Hellenthal-Sieberath/Mechernich – Karl-Hermann Schwarz (91) aus Sieberath sucht einen Nachfolger. Dass das nicht einfach wird, hat er im Bekannten- und Freundeskreis festgestellt. Keiner will den gut gehenden Ein-Mann-Betrieb übernehmen, den Schwarz seit weit mehr als einem halben Jahrhundert betreibt.

Auf dem Weg zum Trauercafé „Oase“ im Mechernicher Johanneshaus, den er seit dem Tod seiner Frau Gertrud regelmäßig besucht, kehrte der unglaublich agile Pensionär deshalb mehrfach in der Agentur „ProfiPress“ in Bleibuir ein, um die Medien bei der Suche um Unterstützung zu bitten. Lukrativ sei sein Job zwar zumindest materiell überhaupt nicht, schickt der 91jährige voraus: „Aber unglaublich lohnend.“

Gesucht werde nämlich eine Art Himmelsbote auf Erden. Eine Christin oder ein Katholik oder Protestant, der für den Herrn missioniert – und zwar auf eine höchst unspektakuläre Weise ohne fremde Länder und Kontinente zu betreten. Karl-Hermann Schwarz ist „Briefkasten-Missionar“ für die konfessionell nicht gebundene Herold-Schriftenmission in Leun.

Im Laufe seines Lebens hat er vermutlich zwischen 100.000 und 200.000 Traktate unter die Menschen gebracht, schätzt er. Ganz genau weiß er das nicht, vermutlich sind es noch weit mehr, denn allein in Aachen brachte es der himmlische Postbote bislang auf 60.000 Postwurfsendungen. Da ist er sich sicher.



Hermann Schwarz machte eine kaufmännische Lehre, die er aber abbrechen musste, um als 17jähriger als Soldat an die Front zu gehen. Im Elternhaus sei man „normal katholisch“ gewesen, also „nicht übertrieben“. Gleichwohl entwickelte sich bei ihm und seiner Frau Gertrud über die Jahre ein starker innerer Drang, sich den Menschen karitativ und missionarisch zuzuwenden. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Handgeschriebene Segenssprüche

Schwarz wirbt für die Frohe Botschaft und das Reich Gottes, in dem er vier Din-A-5-Seiten lange Handzettel in Briefkästen wirft, die über die Einzigartigkeit Jesu Christi und die Gnade des christlichen Glaubens berichten. Wo „Werbung verboten“ am Briefkasten oder an der Haustür steht, wirft der 91jährige frühere Vollstreckungsbeamte der Gemeinde Hellenthal kleine handgeschriebene Briefchen ein, auf die er einen Bibelvers, ein Gebet oder einen Segensspruch notiert hat.

„Wenn ich in all den Jahren nur einen oder zwei zu Gott bekehrt habe, dann hat es sich gelohnt“, konstatiert Hermann Schwarz. Die „Gottvergessenheit unserer Zeit“ hat er als Wurzel allen Übels ausgemacht. Und kämpft auf seine Weise dagegen an, indem er auf Gott via Zettel und Briefkasten aufmerksam macht.

Dass das überkonventionell geschieht, stört den persönlich eher konservativ „gestrickten“ Sieberather nicht. Für ihn ist Christus die zentrale Heilsfigur, der er persönlich so viel zu verdanken habe, dass er sich für ihn engagiert.

Als er als 17jähriger Soldat einige Wochen vor der Kapitulation unversehrt in die Eifel heimkehrte und sein Vater, der auch an der Front war, ein paar Tage später ebenso heil wieder da stand, da habe der ihm gesagt: „So, wir beide haben den Krieg gewonnen.“ Und so habe er sich auch gefühlt.

Ein Ventil bekam seine Dankbarkeit im Umgang mit den säumigen Gebührenzahlern der Gemeinde Hellenthal, so Hermann Schwarz: „Ich glaube, ich war mehr Sozialarbeiter als Vollstreckungsbeamter. Die Leutchen wussten sich vielfach nicht zu helfen.“ Manchem Eifeler Mütterchen habe er den Rentenantrag ausgefüllt und sonst wie dafür gesorgt, dass Geld ins Haus kam.



Wo „Werbung verboten“ am Briefkasten oder an der Haustür steht, wirft der 91jährige frühere Vollstreckungsbeamte der Gemeinde Hellenthal kleine handgeschriebene Briefchen ein, auf die er einen Bibelvers, ein Gebet oder einen Segensspruch notiert hat. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Blindenhilfe und Aussätzigen-Hilfswerk

Seine Frau Gertrud, geborene Müller, mit der Schwarz 62 Jahre verheiratet war, teilte die religiöse und soziale Anschauung ihres Mannes. „Aber wir waren normal katholisch, nicht übertrieben, auch nicht frömmlerisch“, berichtet Hermann Schwarz. Das galt sowohl für sein Tondorfer Elternhaus als auch für die neue Heimat Sieberath, wo die Eheleute zwei Söhne bekamen, die ihnen mittlerweile vier Enkel und zwei Urenkel bescherten.

Aus dem katholischen Glauben, den Schwarz heute „normal“ nennt, wurde im Lauf der Jahre Herzensanliegen und Berufung, als er während seiner beruflichen Tätigkeit für Werner Rosens Amtsverwaltung bei einem Hausbesuch in Losheim auf das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk aufmerksam wurde. „Ich sah bei einer Familie eine Schrift von denen liegen und fragte, ob ich ein Exemplar mitnehmen dürfe. Ich las und war erschüttert“, so Karl-Hermann Schwarz.

So begannen er und seine Frau Hilfe für Leprakranke zu organisieren: „Obwohl ich nicht viel verdiente, haben wir eine Menge gespendet oder auch den Versand von Medikamenten und Sanitätsmaterial mit dem früheren Kreismedizinalrat Dr. Richard Schilling organisiert, die wir hier bei Ärzten und Apotheken eingesammelt haben.“

Oft habe er die Porto- und Frachtkosten aus eigener Tasche bezahlt, erinnert sich Schwarz. Nicht nur einmal fuhr er Hunderte Kilometer, um Medikamente oder einmal eine vermeintlich ganze Apothekeneinrichtung abzuholen, um vor Ort festzustellen, dass man ihn zur Sondermüllentsorgung oder zum Abtransport wertlosen Plunders einzuspannen versuchte. „Es war nicht immer Friede, Freude, wir haben auch oft gelitten und geweint.“

Parallel zum Engagement für blinde, aussätzige oder sonst wie bedürftige Menschen in fernen Ländern entwickelten die Eheleute Schwarz ein intensives Glaubensleben, machten Exerzitien, besuchten klösterliche Einkehrtage und begannen mit der Briefkasten-Mission, verkauften Bibeln und andere Schriften.

Was sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin aber nicht fortführen müsse, so der agile Postmissionar: „Wenn nur einer die Handzettel über Jesus weiter verteilt . . .“ Wer Interesse hat, kann anrufen (02448/250)

pp/Agentur ProfiPress



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