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Der belgische Trappisten-Pater Christian Keller OCSO (4.v.l.) feierte mit den Pilgern als Hauptzelebrant das Hochamt. Es konzelebrierten Pfarrer Erik Pühringer (2v.l.), sein Subsidiar Felix Dörpinghaus (3.v.l.) und Pfarrer Patrick Mwanguhya (2.v.r.) von der Communio in Christo. Lektor und Kommunionhelfer Gerd Schramm (r.) und Sakristan Marco Sistig (l.) wirkten ebenfalls im liturgischen Geschehen mit. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Was er Euch sagt, das tut“

17.03.2023

Zahlreiche Pilger beteiligten sich an der Wallfahrt zum Schmerzensfreitag in Kallmuth – Botschaft aus dem Johannesevangelium soll den Gläubigen den Weg aus der Krise, den Weg aus Traurigkeit, Wehmut und Schmerzen weisen

Mechernich-Kallmuth – Eine kleine Renaissance nach drei Jahren pandemiebedingter Flaute erlebte die Wallfahrt zum sogenannten Schmerzensfreitag heute in Kallmuth. Schon zum Pilgeramt um 8.30 Uhr war die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Georg wenn auch nicht zum Bersten, so doch gut mit Pilgern aus der weiten Umgebung gefüllt.

An Vortragekreuzen, Rucksäcken und Wanderstöcken waren auch beim ebenfalls zufriedenstellend besetzten Kreuzweg um 10 Uhr und beim sehr gut besuchten Festhochamt um 11 Uhr die Fußpilger zu erkennen, die sich an diesem frühlingshaften Freitagmorgen auf Schusters Rappen nach Kallmuth aufgemacht hatten. Es herrschte in allen Gottesdiensten eine andachtsvolle, aber fast heitere Grundstimmung.

Schließlich war die Botschaft des Tages vom Pfarreigremium um Gerhard Mayr-Reineke wohl gewählt worden: „Was er Euch sagt, das tut“, ein Zitat aus dem Johannesevangelium von der Hochzeit von Kana, eine Szene, die früher jedes Kommunionkind kannte, und in der Jesus mehr oder weniger widerwillig 600 Liter Wasser in besten Wein verwandelt. Sein erstes Wunder, und nur, weil ihn seine Mutter darum bittet…



Das Festhochamt zum Schmerzensfreitag war sehr gut besucht. Zahlreiche Pilger hatten sich zu Fuß auf den Weg nach Kallmuth gemacht. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

 

Auf seine Hilfe vertrauen

 

Der diesjährige Wallfahrtstag sollte die Pilger also ermutigen, sich ebenfalls mit ihren Sorgen und Wehwehchen und mit denen ihrer geliebten Verwandten und Freunde und Mitmenschen ebenfalls vertrauensvoll an den Erlöser zu wenden. Und voller Zuversicht, darauf zu vertrauen, dass er uns tatsächlich helfen wird – wenn wir nur auf das hören, was er uns sagt.

Der ugandische Priester Patrick Mwanguhya (36) von der Communio in Christo, der Kirmesmontag 2022 in Kallmuth auch bereits eine Statuette der Heiligen Barbara eingesegnet hatte, erkannte in dem Evangelium die Fürsorge Gottes für uns in allen Notlagen und Bredouillen, in die das Leben uns bringt. „Doch die Frage ist, ob er auch zu den Hochzeiten unseres Lebens eingeladen ist“, so Father Patrick: „Wir haben Jesus in uns, so viel steht fest, aber was machen wir daraus?“



„Was er Euch sagt, das tut“ – dieses Zitat aus dem Johannesevangelium von der Hochzeit von Kana hatte das Pfarreigremium um Gerhard Mayr-Reineke als Botschaft des Tages gewählt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

 

Viele sind erschöpft

 

Gerhard Mayr-Reineke war in seinen Texten zur Kreuzwegandacht sehr gegenwartsbezogen. Nach dem katastrophalen Mehrklang aus Flut, Pandemie, Krieg, Inflation und Zukunftsangst seien viele von uns erschöpft: „Woher nimmt ein Mensch die Kraft, immer wieder aufzustehen, wenn die Last eigentlich zu schwer geworden ist?“

Wenn das reale Leben uns den Boden unter den Füßen wegzieht, weil alles ganz anders kommt und eintritt, wie wir es uns gewünscht und erhofft hatten. Auch Durchhaltekraft und Verharrungsvermögen waren angesprochen. „Maria, Deine Mutter, ist nicht weggelaufen“, betete Gerhard Mayr-Reineke: „Sie ist bei Dir geblieben auf Deinem schweren Weg.“ Und: „Schenke auch uns den Mut, dazubleiben, wenn Menschen leiden, auch wenn wir ihr Leid nicht verhindern können.“

Vor den Nachmittaqs- und Abendgottesdiensten dieses Wallfahrtstages mit den Predigern Diakon Manfred Lang und Benediktiner-Pater Elias (Maria Laach), dem in Kallmuth geborenen Theologen und Priester Karl-Heinz Stoffels, feierte der belgische Trappisten-Pater Christian Keller OCSO als Hauptzelebrant das Hochamt mit den Pilgern.



„Wir haben Jesus in uns, so viel steht fest, aber was machen wir daraus?“, fragte der ugandische Priester Patrick Mwanguhya (36) von der Communio in Christo während des Pilgeramts am Morgen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

 

Chorgemeinschaft brillierte

 

Pfarrer Erik Pühringer, sein Subsidiar Felix Dörpinghaus und Pfarrer Patrick Mwanguhya von der Communio in Christo konzelebrierten, Diakon Manni Lang, Lektor und Kommunionhelfer Gerd Schramm und Sakristan Marco Sistig wirkten ebenfalls im liturgischen Geschehen mit. Musikalisch brillierte die Chorgemeinschaft Weyer/Kallmuth unter der Leitung von Stefan Weingartz in den Gottesdiensten.

Im nahen Dorfgemeinschaftshaus bewirteten wieder engagierte Frauen der Pfarrei die Pilger mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen. Wer wollte, konnte auch Kerzen mit dem Abbild der Pieta aus Kallmuth als Wallfahrtsandenken mit nach Hause nehmen.

Pater Christians Festpredigt war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert, nahm er seine Zuhörer doch zunächst mit auf einen Ausflug zum Chiemsee und vor die Liturgiereform, als Weihnachten noch bis Lichtmess (2. Februar) dauerte und eine beliebte Krippendarstellung nach Dreikönige eben jene Hochzeit zu Kana war.



Begeisterte musikalisch: Die Chorgemeinschaft Weyer/Kallmuth unter Leitung von Stefan Weingartz (3.v.l.) in den Gottesdiensten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

 

Die gute Richtung angezeigt

 

„Nicht die Brautleute standen im Mittelpunkt des entsprechenden Krippenbildes der Benediktinerinnen auf Frauenchiemsee, die wir damals auf dem Ausflug besuchten, sondern Jesus – und diese sechs riesigen Steinkrüge mit je 100 Litern Wein im Überfluss, den 1000 Hochzeitsgäste nicht mehr hätten verputzen können“, so Christian Keller.

Maria sei in dieser Szene „wie immer“ diejenige gewesen, die auf Jesus verweist: „Was er Euch sagt, das tut“. Das habe bereits bei dieser Hochzeit die gute Richtung angezeigt, so Pater Christian: „Dieser Rat weist uns Christen immer den Weg aus der Krise, den Weg aus Traurigkeit, Wehmut und Schmerzen.“

„Das Wunder, aus Wasser Wein werden zu lassen, vollbringt noch heute im Weinberg jeder Rebstock“, so der Festprediger. Deshalb dürfe man sich in diesem Evangelium nicht auf das vordergründige Verwandlungsmirakel versteifen.

Der Evangelist nehme an der Stelle schon das Bild vom Weinstock vorweg, das Jesus bei seinen Abschiedsreden verwenden wird. Nur wenn wir wie Rebzweige mit ihm in Verbindung bleiben, werden wir mit der Fülle seiner Gnade beschenkt und mit allem versorgt, was wir zum Leben brauchen.

Der abendliche Gottesdienst bietet auch Berufstätigen, Schülern und Jugendlichen sowie Angehörigen der Kolpingfamilie, der Caritas und der Malteser die Möglichkeit, den Schmerzensfreitag in Kallmuth zu begehen. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Chor „Kakus Vokale“ unter der Leitung von Uli Schneider.

pp/Agentur ProfiPress



Die Pilger erfreuten sich auch an einem Kerzenverkauf. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Für volle Bäuche und frohe Gemüter sorgte die Bewirtungscrew. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der aus Kallmuth stammende Benediktinerpater Elias (Karl-Heinz Stoffels) feierte mit einer größeren Gottesdienstgemeinde die Abschlussmesse des diesjährigen Schmerzensfreitags. In seiner Predigt ging er auf die blamable Situation des Brautpaares der Hochzeit von Kana ein, dem mitten in den Feierlichkeiten der Wein für die Gäste ausging. Jesus vermochte den Mangel in Überfluss zu verwandeln: Eine verheißungsvolle Botschaft für alle Gläubigen bis heute… Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gewohnt beschwingt und stimmgewaltig begleitete der von Uli Schneider (l.) geleitete Rhythmuschor „Kakus Vokale“ den Abschlussgottesdienst des Kallmuther Schmerzensfreitags. Unter anderem intonierten die Sängerinnen und Sänger das Weltjugendtaglied „Jesus Christ, you are my life“, das irische Segenslied „Möge die Straße“, die erschütternd hoffnungsvollen Abschiedsworte des evangelischen Pastors Dietrich Bonhoeffer („Von guten Mächten treu und fest geborgen“) und unter spontanem Applaus der Gläubigen das Lied von der „Schwarzen Madonna“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

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