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Mit der Entfremdung zwischen Kindern und Eltern nach einer Trennung – und deren Überwindung – beschäftigt sich unter anderem der Seminartag der Bundesinitiative Großeltern im Pfarrheim St. Martin in Euskirchen am Freitag, 29. April. Foto: Gerd Altmann/pixabay/pp/Agentur ProfiPress

Trennung, Tränen, Traumata

19.04.2022

Seminartag für Großeltern und andere Entfremdungs- und Scheidungsopfer aus Familien am Freitag, 29. April, 15 bis 19 Uhr, im Pfarrheim St. Martin in Euskirchen – Vorträge zu Eltern-Kind-Trennung sowie Hilfe und Unterstützungsangeboten – Annemie Wittgens Selbsthilfegruppe „BIGE“ für betroffene Omas und Opas versucht auch bei monatlichen Treffs im Mehrgenerationenhaus des Roten Kreuzes zu helfen

Kreis Euskirchen/Mechernich – So genannte „harmonische Familien“ sind ein frommer Wunsch, aber weiß Gott oft genug nicht die Realität. Kinder wenden sich von ihren Eltern ab und trennen so ihren eigenen Nachwuchs von den Großeltern. Manchmal sind auch die Alten diejenigen, die das mit fortschreitendem Alter und zunehmender Entfernung dünner werdende Band familiärer Beziehungen überspannen.

Wie auch immer es angefangen hat und wer auch immer die „Schuldigen“ waren, am Ende leiden alle unter den zerbrochenen Kontakten, so Annemie Wittgen, die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe verwaister Großeltern in Euskirchen und Köln. Rita Boegershausen gründete die „Bundesinitiative Großeltern“ (BIGE) 2002 in Essen, die heute 73-jährige Annemie Wittgen folgte 2008 in Euskirchen und wenige Jahre danach in Köln.

Die aus Rheinbach stammende Euskirchenerin handelte zunächst aus eigener Betroffenheit und weiß heute aus eigener Anschauung, wie hilfreich es sein kann, sich in einer Selbsthilfegruppe gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Meistens parallel zu einer Therapie, denn die psychischen und physischen Folgen einer solchen Trennung können sehr umfangreich sein“, so die frühere Krankenschwester am Marienhospital Euskirchen.

Heute ist das seinerzeit angeknackste Verhältnis in ihrer Familie längst wieder eingerenkt – und einer ihrer Enkel, zu denen sie damals keinen Kontakt mehr hatte, chauffiert die Oma heute selbstverständlich, zum Beispiel zum Interview mit der Presseagentur ProfiPress in die Stadt Mechernich, in die Alte Schule von Bleibuir…

Großeltern sind von Anfang an die wichtigsten Bezugspersonen nach den Eltern. Wenn ihnen die Enkel genommen werden, ist das eine Katastrophe. „Und zwar für beide Seiten“, so Walter Wexel, der Kassierer der Euskirchen BIGE-Selbsthilfegruppe im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Manche „Pänz“ würden auf diese Weise lebenslänglich traumatisiert.

Wexel: „Wenn Eltern ihren Kindern den Kontakt zu den sehr geliebten Großeltern verbieten, ist dies ein Akt von psychischer Gewalt, der in der Seele der Kinder tiefe Spuren und Narben verursacht. Diese Spuren und Narben prägen oftmals unbewusst das weitere Leben dieser Kinder und deren Kinder - mangelnde Konfliktfähigkeit, Verlustängste, Bindungsprobleme etc. Man spricht von einer transgenerationalen Übertragung von Traumata.“

Die Selbsthilfegruppe, die sich jeden 3. Donnerstag im Monat um 14.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus des Roten Kreuzes in der Kommerner Straße in Euskirchen, trifft, steht allen Betroffenen und Interessierten offen. Man sollte sich vorher kurz bei Annemie Wittgen anmelden (0 22 51) 14 71 01, info@grosselterninitiative.de



Wie auch immer es angefangen hat und wer auch immer die „Schuldigen“ waren, am Ende leiden alle unter den zerbrochenen Kontakten, so Annemie Wittgen, die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe verwaister Großeltern in Euskirchen und Köln, bei einem Interview mit dem Mechernicher „Bürgerbrief“ in der Alten Schule in Bleibuir. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ehrung für soziales Engagement

Regelmäßig veranstaltet BIGE Euskirchen auch Oasentage im Kloster Maria Rast (nächstes Mal am 31. Oktober) und Seminare, nächstes Mal zusammen mit der Katholischen Familienbildungsstätte Euskirchen „Haus der Familie“ am Freitag, 29. April, von 15 bis 19 Uhr im Pfarrheim St. Martin (Am Kahlenturm 2-4 in Euskirchen).

Der Seminartag richtet sich an getrennte Eltern, Großeltern und Interessierte und beschäftigt sich mit den Veränderungen im familiären Gefüge und der Eltern-Kind-Entfremdung. In einem Vortrag gibt die Pädagogin Karin A. Kokot einen Überblick, wie Kinder eine solche Entfremdung erleben.

Annemie Wittgen hat wenige Jahre nach Euskirchen auch eine BIGE-Selbsthilfegruppe in Köln ins Leben gerufen. Ihre jeweils um 20 Mitglieder zählenden Gruppen mit regelmäßig um die zehn Rundenteilnehmern bei den monatlichen Treffen sind als Teil der bundesweiten Initiative gut vernetzt. Und zwar auch international, so die frühere Krankenschwester und Helferin bei Rot-Kreuz-Ferienmaßnahmen, die als erste in der Amtszeit des Euskirchener Landrats Markus Ramers für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz erhielt.

Vernetzt auch mit Väter- und Mütterorganisationen, die sich ebenfalls bundesweit formiert haben, um sich gegenseitig zu helfen, sich aber auch politisch bemerkbar zu machen, zum Beispiel in der Initiative www.genug-traenen.de



Die aus Rheinbach stammende frühere Krankenschwester am Euskirchener Marienhospital handelte zunächst aus eigener Betroffenheit, als sie die Großeltern-Selbsthilfe nach Trennung gründete und weiß heute aus eigener Anschauung, wie hilfreich es sein kann, sich in einer Selbsthilfegruppe gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

50.000 Scheidungskinder per Anno

Annemie Wittgen: „Es geht um das Wohl von 50.000 Scheidungskindern jährlich in Deutschland, die den Kontakt zum ausgegrenzten Teil ihrer Familie verlieren. Es geht genauso um die anderen beteiligten, Elternteile sowie Oma und Opa…“

Beim Euskirchener Seminar referiert auch Marc Serafin, der Mitbegründer des Arbeitskreises Elternschaft nach Trennung im Rhein-Sieg-Kreis, über Hilfsmöglichkeiten durch Familienberatungsstellen, Jugendämter und das Familiengericht.

Am Ende soll es eine Diskussion geben, an der auch Benedict Kremp, der Leiter der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung, und Petra Quast, Teamleitung Jugend und Familie im Kreis Euskirchen, teilnehmen. „Und natürlich das Auditorium aus allen Teilnehmern dieses Seminartages“, so Annemie Wittgen.

Der Seminartag „Elterntrennung“ findet am Freitag, 29. April, von 15 bis 19 Uhr im Pfarrheim St. Martin (Am Kahlenturm 2-4 in Euskirchen) statt. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf zwölf Euro. Anmeldungen nimmt die Katholische Familienbildungsstätte Euskirchen – „Haus der Familie“ entgegen unter Telefon 02251-9571120 oder per E-Mail an info@fbs-euskirchen.de.

www.grosselterninitiative.de

pp/Agentur ProfiPress



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