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Dr. Ursula Weidenfeld (60) hält die derzeitige Kritik an Angela Merkel für überzogen: „Sie als Versagerin hinzustellen, wäre absolut falsch. Stattdessen sollten wir uns einmal die Frage stellen, wo wir 2005 waren und wo wir heute stehen…“ Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

Benefiz für Flüchtlingshaus

13.05.2022

„Kanzlerin im Kontext des Krieges“: Lesung aus der Angela-Merkel-Biographie „Porträt einer Epoche“ von Dr. Ursula Weidenfeld (60) auf ihrem elterlichen Bauernhof in Kommern - Erlös der Lions-Club-Leute ist für eine Wohnungsrenovierung für Ukraine-Vertriebene vorgesehen

Mechernich-Kommern – Mit einer Benefizlesung aus ihrer Merkel-Biographie „Die Kanzlerin – Porträt einer Epoche“ war die bekannte, aus Kommern stammende Journalistin und Autorin Dr. Ursula Weidenfeld jetzt beim Lions-Club Euskirchen-Veybach zu Gast. Und zwar im gut gefüllten Burghof-Café ihres elterlichen Bauernhofes in Kommern.

Die Einnahmen der Lesung seien für die Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge gedacht, so Kinderliedersänger Uwe Reetz vor Beginn der eigentlichen Lesung. Einige der Millionen Menschen, die seit Beginn des Krieges in der Ukraine geflüchtet sind und nun Schutz in anderen Ländern suchen, seien im Rheinland gestrandet.

Einige Kommerner hätten sich nun zum Ziel gesetzt, „für sie in der Nähe der Kirche, die uns bei diesem Vorhaben sehr unterstützt hat, ein Haus zu renovieren und den Geflüchteten zur Verfügung zu stellen“, wird Uwe Reetz im „Kölner Stadt-Anzeiger“ und in der „Kölnischen Rundschau“ in gleichlautenden Berichten zitiert.

Mit Freunden sei er zur polnisch-ukrainischen Grenze gefahren, um Hilfsgüter zu liefern. „Dabei haben wir eine junge Mutter getroffen, nur mit einer kleinen Tasche und zwei Kindern auf dem Arm. Eines davon hat fürchterlich geschrien.“ Ein Dolmetscher habe erklärt, dass das Kind nach seinem Vater rufe.



Mit einer Benefizlesung aus ihrer Merkel-Biographie „Die Kanzlerin – Porträt einer Epoche“ war die bekannte aus Kommern stammende Journalistin Dr. Ursula Weidenfeld im gut gefüllten Burghof-Café ihres elterlichen Bauernhofes zu Gast beim Lions-Club. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

 

Sprache verschlagen

 

„Da ich mich selbst während der Corona-Pandemie zwei Mal über Familienzuwachs freuen durfte, hat mir dieser Augenblick wirklich die Sprache verschlagen“, berichtete Uwe Reetz dem gut gefüllten Auditorium im „Burgcafé“: „Da wurde mir klar, wie wichtig diese Aufgabe ist, die wir uns selbst gestellt haben!“

Da dieses Vorhaben nicht nur Engagement, sondern auch finanzielle Mittel benötige, hätten die Mitglieder des Lions-Clubs Euskirchen-Veybach und des Lions-Fördervereins Euskirchen zur Autorenlesung mit Ursula Weidenfeld eingeladen. Die bei diesem Anlass eingesammelten Spenden kämen dem Renovierungsprojekt zu.

„Es wird aktuell viel darüber diskutiert, inwiefern die Politik der Bundesrepublik in der Vergangenheit mit dem aktuellen Konflikt in Verbindung steht“, erklärte Lions-Club-Sekretär Theodor Spiluttini. Mit dieser Frage hat sich Dr. Ursula Weidenfeld in ihrem neuen Buch beschäftigt.

Der Autor Cedric Arndt schreibt: „Bei ihrer Lesung gab sie einen Einblick in die Antworten, die sie dabei gefunden hat. Und zitiert Ursula Weidenfeld mit den Worten: „Rückblickend kann man sagen, dass Angela Merkel in ihren 16 Jahren Amtszeit einige Dinge hätte besser machen können. Sie hat sich häufig nur mit den Problemen befasst, die aktuell auf ihrem Tisch lagen, weitreichende Folgen, die dadurch entstehen könnten, jedoch oft nicht bedacht…“



Liedermacher Uwe Reetz erklärte den sozialen Hintergrund der Autorenlesung: Einige Kommerner wollen in der Nähe der Kirche ein Haus renovieren und Ukraine-Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

 

„Kritik vielfach unangebracht“

 

So habe die Kanzlerin nach Fukujima für den Ausstieg aus der Atomenergie innerhalb weniger Wochen eine Lösung gefunden. Der später von ihr genehmigte Nordstream-2-Bau für den Gasimport habe zu der Abhängigkeit von Russland geführt, die aktuell heiß diskutiert und beklagt wird. „Wenn man sich nicht die Frage stellt »Wo will ich hin?«, sondern nur gute Politik machen möchte, macht man sicherlich viele Sachen richtig, aber auch einiges gar nicht“, so wird die aus Kommern stammende Redakteurin zitiert.

Trotz dieser Beispiele halte Ursula Weidenfeld große Teile der aktuellen Kritik an Angela Merkel für unangebracht, so Cedric Arndt. „Sie als Versagerin hinzustellen, wäre absolut falsch. Stattdessen sollten wir uns einmal die Frage stellen, wo wir 2005 waren und wo wir heute stehen“, zitiert Arndt die Wirtschaftsexpertin, Mitgründerin der Financial Times Deutschland und ehemalige Impulse-Chefredakteurin.

Außerdem seien viele Fortschritte ebenfalls Angela Merkel zuzuschreiben: „Ihr Vorantreiben in der Kinderganztagsbetreuung und dem Atomausstieg hat uns enorm weitergebracht. In einer derart langen Amtszeit entstehen unweigerlich Fehler. Dabei dürfen wir aber nicht aus den Augen verlieren, dass dies eine sehr gute Zeit für Deutschland und die Europapolitik war.“

„In einer anschließenden Diskussionsrunde gab Ursula Weidenfeld weitere Einblicke in das Wirken von Angela Merkel“, so der Kölner Stadt-Anzeiger. Dabei hob sie Vor- und Nachteile von Entscheidungen wie dem Ausstieg aus der Wehrpflicht hervor. „Es ist wichtig, über solche Themen zu diskutieren und sie nicht zu einseitig zu betrachten“, so Theo Spiluttini: „Wenn dabei auch noch möglichst viele Spenden für das Kommerner Hilfsprojekt zusammenkommen, haben alle gewonnen.“

pp/Agentur ProfiPress



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