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In Antweiler könnte in klimaneutrales Wohnquartier wie hier auf dem Bild entstehen – mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern. Repro: Sarah Winter/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Notbremse nicht ausgeschlossen

09.09.2021

Planungsausschuss stimmte mit 12 der 23 Stimmen für die Änderung des Flächennutzungsplanes - F&S Concept erhält so die Chance, das Konzept, ein klimaneutrales Wohnquartier in Antweiler zu entwickeln, weiter auszuarbeiten

Mechernich-Kommern/-Antweiler – Die Wahl im Planungsausschuss ging geheim vonstatten. Mit 12 der insgesamt 23 Stimmen sprachen sich die Mitglieder knapp für die Änderung des Flächennutzungsplanes in Antweiler aus. Acht stimmten dagegen, zwei enthielten sich, eine Stimme blieb ungültig. Auf dem Areal „Diethkirchenweg“ könnte damit „Am alten Landgut“ ein klimaneutrales Wohnquartier entstehen.

„Ein Projekt, dass es so in Deutschland noch nicht gibt“, sagte Georg Schmiedel, Geschäftsführer der Euskirchener F&S concept, die das Vorhaben entwickeln will. Das nachhaltige Konzept mit einer guten Ökobilanz sei mit dem Fraunhofer Institut Dortmund und der Unterstützung der NABU entwickelt worden.

Ein zentraler Punkt sei das „Heizen und Kühlen“ durch ein innovatives Erdwärmekonzept bis zu einer möglichen Tiefe von 500 Metern. „Das muss individuell auf jedes Gebiet angepasst werden“, so Schmiedel. Innerhalb eines angrenzenden Solarparks werden unter dessen Photovoltaik-Anlage Schafe weiden können und ein Biotop mit ökologisch nachhaltiger Bepflanzung („bienen-, vogel- und insektenfreundlich) angelegt werden. 



Innerhalb des Areals soll Wert auf grüne Dächer und Vorgärten gelegt werden. Im angrenzenden Solarpark sollen Schafe grasen können. Außerdem ist die Anlage eines Biotops mit insektenfreundlicher Bepflanzung eingeplant. Repro: Sarah Winter/Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

„Schonender Umgang“

 

Ziel sei ein schonender Umgang mit Grund und Boden. „Wir müssen davon weg, dass wir Wohngebiete machen, wo 50 einzelnstehende Einfamilienhäuser entstehen und damit eine große Fläche in Anspruch genommen wird“, so Georg Schmiedel. Deshalb sei im Plan ein gesunder Mix aus Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern vorgesehen.

„Regenwasser wollen wir vor Ort versickern lassen, so wie es die Bodenverhältnisse zulassen“, so Georg Schmiedel weiter. Dafür sollen Zisternen auf den Grundstücken sorgen sowie Wasserspeichertunnel unter jedem Parkplatz oder Spielplatz. Gründächer und naturnahe Vorgärten sollen zusätzlichen Lebensraum für Insekten schaffen und den Boden für ein gutes Mikroklima bereiten. Hecken sollen im Bebauungsplan fest vorgeschrieben werden, auch ein separater „Nistturm“ für Schwalben ist eingeplant.

Schnell-Ladesäulen für Elektroautos will F & S-Concept selber kaufen, bauen und der Westnetz schenken, die sie dann betreiben, wie Georg Schmiedel ausführte. Auf Initiative des NABUs habe man ein Lichtkonzept entwickelt, das keine Insekten oder Fledermäuse anzieht, weil es auf blauhaltigeres Licht setzt. Der Projektentwickler weiter: „Das Problem des Amberlichtes ist aber, dass es nach DIN-Normen nicht hell genug ist, um den Weg auszuleuchten.“ Ein Bewegungsmelder registriere aber Passanten und lasse eine weitere Lichtquelle „hochfahren“, die dann nach Vorgabe ausleuchtet. „Eine der innovativsten Straßenlampen, die wir in Deutschland haben“, so Georg Schmiedel. Beleuchtung, Ladesäule, Erdwärmeanlage sowie Wohnungen sollen durch den vorgenannten Solarpark gespeist werden. 



Georg Schmiedel, Geschäftsführer der F&S Concept, stellte die Ideen zum klimaneutralen Wohnquartier vor. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„An der falschen Stelle“

 

Vorangegangen war eine lange Diskussion zwischen den Parteien. „Grundsätzlich tolles Projekt“ aber „zu groß“, „zur falschen Zeit“ und „an der falschen Stelle“ lauteten die Kritikpunkte der SPD, Grünen und FDP.  Etliche Anlieger meldeten sich zu Wort, die vor allem die Sorge äußerten, dass sich die Hochwassersituation bei Starkregen durch das Neubaugebiet verschlechtern würde. Auf dem Feld, auf dem das 3,7 Hektar-große Areal vorgesehen sei, würde sich schon jetzt bei normalen Regenereignissen häufig das Wasser sammeln.

„Die Fläche ist kein HQ100-Gebiet mehr“, führte Georg Schmiedel demgegenüber aus. Nachdem das Hochwasserschutzbecken oberhalb von Antweiler errichtet worden war, habe die Bezirksregierung die Aue nicht mehr als Überschwemmungsgebiet auf den Karten ausgewiesen. Das Wohngebiet werde durch eine bessere Versickerung sogar die Situation für den Ort insgesamt verbessern, ist der F&S-Geschäftsführer überzeugt. Georg Schmiedel weiter: „Wir haben erkannt, dass sich Dinge ändern müssen, das ist unsere Antwort darauf.“

„Sie können das Projekt im Fortgang des Verfahrens noch stoppen“, betonte Stadtplaner Thomas Schiefer und warb gleichzeitig dafür, die Idee nicht sofort ad acta zu legen, sondern „F&S“ eine Chance zu geben, Details auszuarbeiten und anzuschauen: „Ich halte das für spannend und es wird uns auch neue Erkenntnisse liefern.“ Mit einem ökologisch rücksichtsvollen Bauen in der Eifel könne man beweisen, „dass wir Klima ernst nehmen und verantwortungsvoll gegenüber nachfolgenden Generationen handeln“. Der Bedarf an Wohnraum sei ungebrochen hoch.

pp/Agentur ProfiPress



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