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Warten auf „Impfling Nummer 1“: (v.l.) Manfred Poth (Allgemeiner Vertreter des Landrats), Markus Ramers (Landrat), Udo Crespin (Leiter Führungsstab), Frank Gummelt (Kassenärztliche Vereinigung), Christian Ramolla (Leiter Gesundheitsamt) und Martin Fehrmann (Abteilungsleiter Gefahrenabwehr). Foto: W. Andres/Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

„Wir sind startklar!“

18.12.2020

Landrat Markus Ramers stellt Impfzentrum in der ehemaligen Eifelhöhenklinik in Marmagen vor – Unter Volllast können täglich über 600 Menschen geimpft werden – Rotes Kreuz betreut im Anschluss der Impfung

Mechernich/Kreis Euskirchen – „Der Führungsstab meldet mit Ablauf des 14.12.2020 fristgerecht, dass die Betriebsbereitschaft für ein Regionales Impfzentrum hergestellt wurde.“ Mit dieser knappen Botschaft meldete Udo Crespin, der Leiter des Führungsstabes, am Dienstagmorgen die Fertigstellung des Impfzentrums des Kreises Euskirchen in der ehemaligen Eifelhöhenklinik Marmagen. „Wir sind ab sofort startklar“, freute sich Landrat Markus Ramers. „Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff.“

Die Aufgabe des Impfens hat das Land in die Hand der Kassenärztlichen Vereinigung gelegt. Dazu der Mediziner Frank Gummelt: „Wir haben eine große Anzahl von freiwilligen Ärzten, die sowohl hier in der Klinik als auch in den mobilen Teams das Impfen übernehmen werden.“ Dritter „Player“ sind die Apotheken, die für die Vor-Ort-Aufbereitung des Impfserums zuständig sind. „Mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Apotheken und dem Kreis Euskirchen sind wir gut aufgestellt, um diese historisch einmalige Herausforderung bewältigen zu können“, so Ramers.



Landrat Markus Ramers (l.) im Gespräch mit Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker. Das DRK übernimmt die gesundheitliche und soziale Betreuung nach der Impfung. Foto: W. Andres/Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Drei Impfstraßen

Für den Start stehen in der ehemaligen Klinik drei Impfstraßen zur Verfügung, die bei Bedarf noch erweitert werden können. Bei voller Auslastung können hier gut 600 Menschen täglich geimpft werden.  Dazu wurde in den vergangenen Wochen ein ausgeklügeltes Einbahnstraßen-System entwickelt und ausgezeichnet, dass die „Impflinge“ von der Anmeldung über die Registrierung und den Wartebereich in die Impfzimmer führt. Anschließend gibt es noch einen „Ruhebereich“, bevor die Geimpften zu einem separaten Ausgang geleitet werden.

Für die Betreuung nach der Impfung ist das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen zuständig. „Dabei geht es einerseits darum, bei medizinischen Notfällen einzugreifen, andererseits aber auch um den Zuspruch und die Beantwortung offener Fragen“, beschreibt es DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker. „Da Notfälle nicht am Ausgang Halt machen, sind unsere rettungsdienstlich geschulten Kräfte im Falle medizinischer Probleme natürlich auch auf dem gesamten Gelände der Eifelhöhenklinik zur Stelle“, so Klöcker weiter. Neun Rotkreuz-Mitarbeiter sind während der Öffnungszeiten des Impfzentrums für die gesundheitliche und soziale Betreuung der geimpften Personen vor Ort. Auch ein Rettungswagen steht bereit.



„Großartige Teamleistung“: Landrat Markus Ramers dankt allen Beteiligten, die das Regionale Impfzentrum in kurzer Zeit startklar gemacht haben. Foto: W. Andres/Kreis Euskirchen/pp/Agentur ProfiPress

Mobile Teams für Heime

Wenn der Impfstoff zur Verfügung steht – aktuell geht das Land vom 27. Dezember aus – werden allerdings nach jetzigem Stand zunächst Menschen in Pflege- und Senioreneinrichtungen geimpft, nicht im Impfzentrum! Dazu werden mobile Teams der Kassenärztlichen Vereinigung die Heime aufsuchen und die Bewohner und das Personal impfen. Erst in einem zweiten Schritt sollen dann weitere Risikogruppen in der ehemaligen Reha-Klinik in Marmagen geimpft werden. Wann das sein wird, steht noch nicht fest.

Bisher ist noch unklar, welche Anzahl von Impfdosen der Kreis Euskirchen täglich erhält. Zunächst sollen die „vulnerablen“ Gruppen geimpft werden, also die am meisten gefährdeten Menschen (Ältere und Vorkrankte) sowie medizinisches Personal. In einem weiteren Schritt sind Mitarbeiter der „kritischen Infrastruktur“ an der Reihe, also beispielsweise Polizisten und Feuerwehrkräfte. Die Krankenhäuser werden ihr Personal selbstständig impfen.

Aktuell ist eine Anmeldung noch nicht möglich. „Sicher ist nur“, so Ramers: „Ohne Termin braucht niemand nach Marmagen zu kommen!“ Geplant ist zunächst eine tägliche Öffnungszeit (inklusive Sonntag) von 10 bis 17.30 Uhr.

pp/Agentur ProfiPress



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