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„Kopf hoch!“ lautet das Motto der 41. Kunstausstellung einheimischer Künstler, die Corona-bedingt ungewöhnliche Wege geht und erstmals Werke outdoor an der Rathaus-Brüstung zeigt. Foto: Ela Rübenach/pp/Agentur ProfiPress

21 Kunstwerke mitten in Mechernich

18.12.2020

„Kopf hoch!“-Ausstellung eröffnet – Mit Bildern an der Rathausbrüstung kommt Kunst zu den Menschen – Bis Ende Januar zu sehen – Abends und frühmorgens werden die Bilder mit Strahlern beleuchtet

Mechernich – Es ist vollbracht. Die Bilder stehen parat. Hoch oben an der Rathaus-Brüstung werden 21 großformatige Werke einheimischer Künstler outdoor präsentiert.

Sie sind ein Lichtblick in dunkler Corona-Zeit, wo Kunst und Kultur in der Krise steckt. Die ungewöhnliche „Kopf-hoch!“-Ausstellung, bei der der Titel Programm und Motto zugleich ist, entstammt einer Idee dreier Künstlerinnen: Ela Rübenach, Donata Reinhard und Petra Hansen.

Weil Kunst dem Publikum zurzeit nicht in geschlossenen Räumen gezeigt werden kann, komme die Kunst in die Öffentlichkeit, ans Rathaus, direkt zu den Menschen, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zur feierlichen Eröffnung der Outdoor-Ausstellung, die „auf sehr gelungene Art und Weise mit vielen schönen Bildern“ aufwarten könne.

Gezeigt wird eine große künstlerische Bandbreite, die sich über die gesamte Rathaus-Länge erstreckt. Ein „Blick auf Obergartzem“, „Zerbrechliche Schönheiten“ und der „Song of hope“ (Lied der Hoffnung) sind drei der Titel. 



21 einheimische Künstler zeigen ihre Werke. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Notlösung“ wurde „Volltreffer“

 

Petra Hansen bekennt: „Es ist was richtig Tolles draus geworden, aber zu Beginn war es eine Notlösung.“ Denn eigentlich stand für die Drei, wie sonst auch, die traditionelle Kunstausstellung zwischen Weihnachten und Heilige-Drei-Könige zum 41. Mal im Foyer im Gymnasium Am Turmhof auf dem Plan.

Mittlerweile sieht Rübenach die Outdoor-Version sogar als einen „Volltreffer“ an. Denn mit dem Lockdown ab 16. Dezember wäre jede Form von Indoor-Kunst mit Besuchern völlig undenkbar geworden. Auch Reinhard ist zufrieden: „Weil es mal auch was anderes ist.“ Schön findet sie außerdem, dass nicht nur konkret kunstinteressierte Besucher, sondern auch Bürger, Passanten, Autofahrer und Rathausbesucher einen Blick auf die Bilder werfen können.

Beate Krupp aus Antweiler ist eine der ausstellenden Künstlerin. Normalerweise mache sie zwei Ausstellungen im Jahr zu Hause, die jedoch Pandemie-bedingt ausfallen mussten. Jetzt freut sie sich: „Es ist schön, dass wir hier endlich unsere Kunst wieder den Menschen zeigen können. „Ihre Kollegin Edda Rother aus Euskirchen pflichtet ihr bei und lobt die Organisatorinnen: „Toll, dass ihr das geschafft habt.“



Dr. Hans-Peter Schick (2.v.l.) lobte die Idee der Organisatorinnen, Kunst zu den Menschen zu bringen, v.r.: Donata Reinhard, Ela Rübenach, Petra Hansen, Gabi Schumacher, Paul Weiermann, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Stadt-Dezernent Ralf Claßen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur

Kunstwerke werden angestrahlt

 

Im Dunkeln, abends und morgens, werden die überdimensionalen Kunstwerke angestrahlt, berichtet Gabi Schumacher, Mitarbeiterin der Stadt, die das Projekt verwaltungsseitig organisatorisch unterstützte. Für die Technik haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs gesorgt, wie auch dafür, dass die Kunstwerke auf eine eigens für den Zweck erstellte Holzkonstruktion aufgezogen werden konnten. „Ohne den Bauhof hätten wir unser Vorhaben nicht verwirklichen können. Volker Löbel und Sven Ebmeier haben unter der Leitung von Reiner Metternich klasse Arbeit geleistet“, lobt Hansen.

Rübenach betont: „Wir wollen zeigen, dass nichts stillstehen muss, dass es immer irgendwie weiter geht und eine Möglichkeit gibt. Vielleicht auch ein bisschen trotzig den Kopf in den Nacken, nach dem Motto: wir lassen uns davon nicht unterkriegen.“ Und Hansen sagt: „Im Moment ist auch sehr viel Destruktivität und Spaltung durch Corona in der Gesellschaft.“ Deshalb wolle man mit der Ausstellung ein Zeichen setzen, um den Zusammenhalt wieder mehr zu fördern.

Bis Ende Januar werden die Werke auf dem Rathaus noch zu sehen sein. Um Temperaturen und Wetter müssen sich Künstler wie Organisatorinnen keinen Kopf machen. „Die Bilder sind LKW-Plane gedruckt, die ist witterungsbeständig und UV-echt.“



Bei Nacht werden die Kunstwerke angestrahlt. Foto: Janine Deinzer/pp/Agentur ProfiPress

Kunstwerke erwerben

 

Die Kunstwerke können nach der Ausstellung erworben werden. 180 Euro soll jedes Unikat kosten. 1,50 mal 1,50 Meter groß sind sie. „Man kann sie ja auch als Geschäftsmann als Dekoration ins Schaufenster nehmen“, schlägt Reinhard vor, Hansen hat eine andere Idee: „Oder eine große Firma hängt sie ins Foyer.“

Eine Broschüre, die von Heiner Kirch gestaltet wurde und Auskunft über Künstler und Kunstwerke gibt, liegt im Rathaus aus. Daneben steht auch eine Spendendose bereit.



„Am Ende des Tunnels ist Licht“, lautet der Titel des Werkes von Edda Rother, das vorne links zu sehen ist. Foto: Ela Rübenach/pp/Agentur ProfiPress

Unterstützt wurde die Aktion von: „Wir in Mechernich“ (Stadtverwaltung), Stadtmarketingverein „Mechernich aktiv“, Burgapotheke im REWE-Markt, Zahnarztpraxis Jahnke, Kirchdesign Euskirchen, Textil- und Bettenhaus Schmitz, Beauty Hair Design, Ein Stück Holz/Tischlermeister Mehrdad Jamneshan, Metzgerei Schmitz, Bücher Schwinning, Unabhängige Wählervereinigung Mechernich.

Die ausstellenden Künstler sind: Petra Hansen, Beate Krupp, Ela Rübenach, Heiner Kirch, Donata Reinhard, Ursula Dasburg, Pia Benz, Johannes Roos, Roland Rosenthal, Sam D. Samans, Anne Zimmermann, Alexander Kiefer, Peter Hein, Gerhard H. Lenz, Franziska Nöthen, Paul Weiermann, Edda Rother, Hermann Nöthen, Horst Kulbrock, Martina Hessel, Inge van Kann.

pp/Agentur ProfiPress 



Die Bauhof-Mitarbeiter (oben rechts) montieren die letzten Bilder. Der WDR filmt währenddessen. Foto: Gabi Schumacher/pp/Agentur ProfiPress

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