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Ortsvorsteher Robert Ohlerth (v. l.), Felia und Madelaine Schott mit ihrer Mutter Jaqueline und Brüderchen Leander freuen sich über jeden, der die Geschichte „Bank am Bach“ weiterführt. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Von Geschichten und Engeln

30.06.2020

Geschichte „Bank am Bach“ kann von jedem fortgeführt werden – Selbstgebastelte Engel sollen Glücksbringer werden

Mechernich-Kallmuth – In Kallmuth sollen zwei Mitmach-Aktionen das Dorfleben weiterhin attraktiv gestalten. Bei einer dieser Aktivitäten kann man zudem Gutes tun.

Zum einen geht es um die „Bank am Bach“. Hier soll, nach Wunsch von Initiatorin Jaqueline Schott und dem Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth, eine Geschichte fortgeführt werden. Jeder Bürger kann seinen Teil dazu beitragen. Dafür liegen an der Bank an der Straße „In der Krumm“ Stifte und ein laminiertes Buch für interessierte Geschichtenerzähler bereit. „Wir haben ja viele neue Bänke in Kallmuth, und Herr Ohlerth hat gedacht: »Hoffentlich werden die auch benutzt!«“, berichtet Jaqueline Schott. Ihre Tochter Felia ist dann auf die Idee gekommen, dass die neuen Bänke gut zum Lesen genutzt werden können.

Den ersten Teil der Geschichte haben Schotts Kinder schon erstellt, jetzt liegt es an den Kallmuthern, das Buch weiterzuschreiben und die Geschichte mit eigenen Zeichnungen zu beleben. „Gerade in der Urlaubszeit, in der aktuell viele zu Hause bleiben oder nicht fahren können, ist das eine schöne Idee“, findet Ohlerth. Schott pflichtet ihm bei: “Für die Kinder fallen viele Ferienangebote aus, mit dem Fortführen der Geschichte kann man sie etwas beschäftigen.“ Die Facebook-Seite, die zu diesem Anlass gegründet wurde, findet bereits großen Anklang. Die Süßigkeiten, die neben den Mal- und Schreibutensilien in der Box auf der Bank verstaut waren, sind zumindest schon einmal mitgenommen worden. „Das haben die Nachbarn dann wieder aufgefüllt, das fand ich sehr schön“, so Schott.



Felia Schott (r.) hatte die Idee, die neue Bank zu nutzen, um ein gemeinschaftliches Buch zu erstellen. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

Selbstgebastelte Engel für den guten Zweck

Eine weitere Aktion findet ist in der Kapelle an der Schevener Straße zu finden. Hier werden selbstgemachte Engel aufgehängt, die gegen eine Spende mitgenommen und zum persönlichen Glücksbringer gemacht werden können. „Wir wollten nach der Aktion mit der Steinpferdeschlange weiterhin aktiv bleiben“, sagt Schott. Rund 500 Euro kamen damals, als Steine mit Pferden bemalt, gesegnet und anschließend gegen Spende erstanden werden konnten, für die Überdachung des Georgspütz zusammen. Auch die Spenden, die nun zusammenkommen sollen, kommen einem guten Zweck zugute. „Wir unterstützen damit zum einen das Hospiz der Communio in Christo, zum anderen das Kinderkrankenhaus in Mechernich“, berichtet der Kallmuther „Sheriff“ Ohlerth.

Der ehemalige Bürgermeister Mechernichs ergänzt zudem: „Küster Marco Sistig schließt die Kapelle zu den selben Zeiten wie die Kirche auf, sodass viele Bürger an der Sache teilnehmen und Spaß haben können.“ Jaqueline Schott hofft auf viele Engelchen, die ihren Weg als Glücksbringer finden sollen: „Wir würden uns sehr freuen, wenn dies eine gemeinsame Aktion aller Kallmuther wird!“

mm/pp/Agentur ProfiPress



Die Kinder von Jaqueline Schott hängen zurzeit selbst gebastelte Engelchen auf. Gegen eine Spende können diese mitgenommen werden. Das Geld kommt dann dem Hospiz der Communio in Christo und dem Kinderkrankenhaus in Mechernich zugute. Foto: Mirco Meuser/pp/Agentur ProfiPress

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