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140 Masken und 300 Euro überreichte Andrea Suermann im Namen des Stammtischs „Lorbacher Mädels“ und der „Strickfrauen“ an Wolfgang Weilerswist, Leiter der Mechernicher Tafel. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Prall gefüllte Tüte und dicker Scheck

27.05.2020

Lorbacher Frauen nähen gemeinsam Mund- und Nasenmasken für Mitbürger und Mechernicher Tafel – 300 Euro Spende an Wolfgang Weilerswist überreicht – „Mit Gutem was Gutes tun“

Mechernich – Eine dicke Tüte prall gefüllt mit 140 Mund- und Nasenmasken hält Andrea Suermann vom Stammtisch „Lorbacher Mädels“ im Arm, um diese an Wolfgang Weilerswist, den Leiter der Mechernicher Tafel zu überreichen. Mit im Gepäck hat sie auch noch einen Scheck über 300 Euro. Beides soll der Hilfsorganisation zu Gute kommen. Für die Aktion hatten sich der Stammtisch und die Strickfrauen von Lorbach zusammengetan.

Wolfgang Weilerswist ist gerührt und dankbar für so viel uneigennützige Unterstützungsbereitschaft: „Wir wissen, was solche Masken kosten und auch die 300 Euro können wir gut gebrauchen in der heutigen Zeit.“ Allein 1.000 Euro habe man aktuell für die Umsetzung der Corona-Vorgaben zur Wiedereröffnung der Tafel finanzieren müssen. Daher sei man froh, um jeden Euro, der gespendet werde.



Viele fleißige Näherinnen haben 350 Mund- und Nasenmasken genäht, um Gutes zu tun. Stellvertretend für alle Aktiven kamen sechs Damen, um die Spenden zu überreichen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Nicht tatenlos zusehen

 

Zu Beginn ihrer Aktion sei es Ihnen mit ihren genähten Stücken zunächst darum gegangen, die Dorfbewohner im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung zu unterstützen und nicht einfach tatenlos zuzusehen, erklärt „Strickfrau“ Christa Giesebrecht, sondern: „Wir wollten mit Gutem was Gutes zu tun.“ 

Eigentlich lautete der ursprüngliche Plan, die Masken kostenlos an alle verteilen zu wollen. Am Ende habe aber jeder für die bereitgestellten Exemplare etwas zurückgeben wollen und daher sofort als Dank ein paar Euros für den guten Zweck gespendet. Die Mechernicher Tafel sei dafür genau der richtige Adressat.

Insgesamt nähten die fleißigen Lorbacher Frauen rund 350 Masken.  Dabei war schneiderliches Fachwissen nicht zwingend erforderlich. Jeder hat seinen Beitrag zum großen Ganzen geleistet. Karin Thomas, Initiatorin der Näh-Idee und Stammtisch-Mitglied, gibt schmunzelnd und unumwunden zu: „Ich kann nicht nähen, dafür aber die Schere bedienen.“ Folglich habe sie dann passenderweise für andere die Stoffe zugeschnitten und vorgebügelt.



Wolfgang Weilerswist freut sich über die Spenden. Die Tafel sei in den schwierigen Corona-Zeiten mehr denn je dankbar für die Unterstützung aus der Bevölkerung. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Näher zusammengerückt

 

Die Hilfsaktion habe Bewohner des Dorfes definitiv zusammengebracht und die Gemeinschaft näher zusammenrücken lassen, so Suermann: „Das Schöne ist, sogar generationenübergreifend.“

Bei der feierlichen Übergabe von Spenden und Masken applaudieren die anwesenden ehrenamtlichen Helfer der Tafel anerkennend und dankbar. Doch das ließen die fleißigen Lorbacher Frauen nicht ohne Antwort - sie applaudierten ebenfalls. Andrea Suermann sagt dazu: „Wir helfen den Menschen erst kurzfristig, sie schon so lange.“

Der langjährige Tafel-Helfer Josef Kesseler freut der Besuch jedoch nicht allein wegen der Unterstützung für die Hilfsorganisation. Er kann dem Ganzen sogar mehr abgewinnen: „Wir machen das jetzt schon 16 Jahre mit der Tafel, aber so viele schöne Frauen haben wir noch nie auf einen Schlag hier gehabt“, sagt er mit einem fröhlichen Augenzwinkern.  

pp/Agentur ProfiPress



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