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Mit dem Hauptzelebranten und Prediger Rudolf Ammann (3.v.r.) standen (von rechts) Father Albert Msafiri Lubuva, Father Thomson Pazhayachirapeedikayil Jose, Generalsuperior Karl-Heinz Haus, Pfarrer Dr. Robert Mutegeki, Wouter und Martijn Dijkstra am Altar. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Den toten Punkt überwinden“

10.12.2019

Communio-Mitglieder erneuerten am Hochfest Mariä Empfängnis, dem Jahrestag der Gründung vor 35 Jahren, ihre Gelübde – Generalsuperior Karl-Heinz Haus machte den Menschen Hoffnung: „Jeder ist von Jesus zur Gemeinschaft mit ihm und ewigem Leben eingeladen“

Mechernich – „Der scheinbar am Kreuz gescheiterte Jesus erschien Mutter Marie Therese und sagte ihr: »Ich bin der Erlöser der Welt!«: Auf diesen Nenner brachte Generalsuperior Karl-Heinz Haus am Sonntagabend die Kernbotschaft jener charismatischen Frau, die in Mechernich vor 35 Jahren, exakt am 8. Dezember 1984, die Communio in Christo gegründet hatte.

Am 1. Adventswochenende hatte der inzwischen kirchlich anerkannte Ordo Communionis in Christo in der Aula des Schulzentrums den offiziellen 35. Gründungsgedenktag mit rund 200 Gläubigen und Geistlichen aus aller Welt gefeiert. Hauptzelebrant war der Aachener Dompropst Rolf Peter Cremer, Festredner der Publizist und Theologe Joachim Frank, Chefkorrespondent der DuMont-Mediengruppe.



Mutter Marie Thereses apokalyptische Prophezeiungen zum Beispiel zur umfassenden Existenzkrise der Kirche und weltweit massiven Christenverfolgungen nähmen nach und nach in der Realität Gestalt an, so Pfarrer Karl-Heinz Haus, der Generalsuperior der Communio in Christo. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am 2. Adventssonntag nun, dem Hochfest „Mariä Empfängnis“, beging der Ordo Communionis in Christo den Jahrestag der Gründung im internen Kreis. Hauptzelebrant und Prediger war Schönstatt-Pater Rudolf Ammann. Mit ihm standen Generalsuperior Karl-Heinz Haus, Father Thomson Pazhayachirapeedikayil Jose, Pfarrer Dr. Robert Mutegeki, Father Albert Msafiri Lubuva, Martijn und Wouter Dijkstra am Altar.

Kirche vor dem Abgrund

Pater Ammann beschäftigte sich mit dem „toten Punkt“ im Leben, an dem es doch auf ungeahnte und unvorhersehbare Weise weitergeht. Der Kreuzeshügel Golgota sei nicht nur der tote Punkt im Leben Jesu gewesen, auf Golgota bewege sich jeder Mensch zu. Auch die Kirche kenne allem Anschein nach zurzeit nur eine Richtung, die in den Abgrund.

Auch die von Intrigen und Verleumdungen schlimm verfolgte Mutter Marie Therese, die dazu noch schwer krank und mit schwersten Schmerzen belastet war, habe einen toten Punkt erreicht, als sie plötzlich daran zu zweifeln begann, von Gott mit der Gründung der Communio in Christo beauftragt zu sein. „Ich bin gescheitert“, habe sie verzweifelt geglaubt: „Ich bin doch keine Gründerin.“



Für Musik sorgte in der Festmesse mit Gelübde-Erneuerung am Festtag Mariä Empfängnis der Chor „Communio-Friends“ mit Bianca und Marino Zirks. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Wie wir heute wissen, hat Mutter Marie Therese diesen toten Punkt ebenso überwunden, wie Jesus am Ostermorgen mit Gottes Hilfe Golgota überwand“, so der Kernsatz aus Pater Ammanns Predigt. Die Hoffnung, den toten Punkt zu überwinden, teile auch die Communio in Christo, deren Gründungsmitglieder nun fast alle biblisches Alter erreicht hätten, so Pater Ammann: „Betrachten wir es als Sprungbrett zu österlicher Lebendigkeit!“ Es würden jüngere nachrücken – auf der ganzen Welt.

Gewissheit der Erlösung

Mutter Marie Thereses Leben spiegele diese Hoffnung wider, sagte Generalsuperior Karl-Heinz Haus. Eine Hoffnung, die bei ihr in der eingangs geschilderten Begegnung mit dem Gekreuzigten zur Gewissheit für jeden Menschen geworden sei. Ihre Botschaft sei auch die Zuversicht, dass sich die Kirche nach dem Vorbild der Communio in Christo in Taten der Liebe und im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils erneuern lässt. Die Gemeinschaft mit Christus sei jedem Einzelnen zugesichert, so der Generalsuperior.

Der Obere des Ordo Communionis in Christo berichtete bei der Zusammenkunft der Communio-Mitglieder im Refektorium auch vom unlängst stattgefundenen Besuch des Aachener Diözesanbischofs Dr. Helmut Dieser bei der Communio. Es sei zu einem sehr tiefen und innigen Dialog zwischen dem Bistumshirten und ihm im Glauben gekommen, der 2020 fortgesetzt werden solle.



Während des Communio-Treffens im Refektorium berichtete Father Dr. Robert Mutegeki (ganz links) auch vom Scheitern des von hiesigen Sponsoren über den Communio e.V. geförderten Schweineprojektes Butiti in Father Mutegekis ugandischer Heimat. Sämtliche Tiere sind der Schweinepest zum Opfer gefallen. Das bedauerten nicht nur Generalsuperior Haus (m.) und Pater Rudolf Ammann. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Bischof, der über den Theologen Hans Urs von Balthasar promoviert hatte, dessen Theologie stark durch die Mystikerin Adrienne von Speyer bereichert worden ist, habe tiefe Einsicht und Verständnis in die Gründungsmystik Mutter Marie Thereses gezeigt. Er, Generalsuperior Haus, habe dem Bischof gegenüber auch die sehr wohlmeinende und versöhnliche Beziehung zwischen Diesers Vorvorgänger Prof. Dr. Klaus Hemmerle und Mutter Marie Therese geschildert.

Während der Heiligen Messe erneuerten Communio-Mitglieder ihre Gelübde. Für Musik sorgten Thomas Müller an der Orgel und der Chor „Communio-Friends“ mit Bianca und Marino Zirks.

pp/Agentur ProfiPress



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