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Spaß beim Interview: Wolfgang Weilerswist und Josef Kesseler von der Mechernicher Tafel erzählten herrliche Anekdoten bei „Menschen des Jahres“ – da mussten auch die beiden Radio-Euskirchen-Moderatoren Susanne Edl und Norbert Jeub lachen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Von Engeln und einem Bruchpiloten

10.12.2019

Radio Euskirchen ließ „Menschen des Jahres“ ihre Geschichte erzählen – Launiger und unterhaltsamer Abend in der Kommerner Bürgerhalle – Wolfgang Weilerswist und Josef Kesseler berichteten von „ihrer“ Mechernicher Tafel - Mit 150 Besuchern stellte der Sender einen neuen Rekord auf

Mechernich – Die Menschen, die in den gemütlichen Lounge-Sesseln auf der Bühne Platz genommen hatten, erzählten spannende, teils bizarre und bewegende Geschichten voller Emotionen. Radio Euskirchen ließ in der Bürgerhalle Kommern in geselliger Runde die „Menschen des Jahres“ zu Wort kommen. Die Ausgewählten hatten Erstaunliches zu berichten.



Die „Menschen des Jahres“, die von ihren spannenden Erlebnissen berichteten. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Ich habe Pinguine am Straßenrand gesehen“, erzählte etwa Ultra-Cyclist Torsten Weber von schrägen Halluzinationen, die ihn bei seinem Non-Stop-Fahrrad-Abenteuer über vier Tage in Österreich heimgesucht hatten und machte deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur in so einer Situation ein gutes Team an seiner Seite zu haben. Veterinärmediziner Dr. Björn Nolting hingegen war zunächst auf sich allein gestellt als in luftigen Höhen das Fahrwerk seines Sportflugzeugs seinen Dienst versagte. Er berichtete, gemeinsam mit Heidi Bemelmans, wie er vor seiner zu befürchtenden Bruchlandung auf der Dahlemer Binz Schleife um Schleife drehte, um Zeit zu gewinnen, und in der Not kurzerhand ratsuchend seinen Fluglehrer anrief – der sprichwörtlich „aus allen Wolken fiel“.

Ur-Väter der Mechernicher Tafel

Ihre besondere Geschichte erzählten auch Wolfgang Weilerswist und Josef Kesseler, die zu den Ur-Vätern der Tafel im Kernort gehören, die vor 15 Jahren gegründet wurde und deren Wirken zunächst allein darauf ausgerichtet gewesen ist, Lebensmittelverschwendung auszubremsen. Kein leichtes Unterfangen, denn heute noch werden insgesamt rund 17 Millionen Tonnen Lebensmitteln Jahr für Jahr in Deutschland achtlos weggeworfen.

Dabei sei die Ware durchaus noch verzehrfähig, erklärte Moderator Norbert Jeub, der mit Susanne Edl launig und unterhaltsam durch den Abend führte. Die Tafel gebe Brot, Obst, Gemüse und Konserven weiter an Menschen, die es bitter nötig haben.



Wolfgang Weilerswist, Chef der Mechernicher Tafeln und auch allen weiteren Tafel-Standorten in Nordrhein-Westfalen, machte deutlich, dass es immer noch viel zu viele Lebensmittel im Müll landen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Weilerswist, der nicht nur Chef der Mechernicher Tafel, sondern auch für 174 weitere Standorte in ganz Nordrhein-Westfalen verantwortlich ist, erinnerte an die Anfänge: „Auf alten verkleisterten Tapeziertischen haben wir früher die Ware ausgegeben.“ Kesseler hatte auch Anekdoten aus der Zeit auf Lager: „Wir hatten einen alten Ford Transit als Transportfahrzeug, da ist mir unterwegs die Türe rausgefallen. Das war ein Abenteuer.“

Doch die Idee der Tafel in Mechernich wurde zu einem Erfolg. Auf die Eifeler sei halt Verlass, betonte Weilerswist: „Es gibt kein Geschäft im Stadtgebiet Mechernich, was uns nichts gibt.“ Täglich sammeln die fleißigen Helfer ein. Der Bedarf sei groß, in Sturm- und Drangzeiten werden bis zu 400 Kunden täglich in der Einrichtung versorgt. „Da ist noch nie einer weggegangen, der nichts bekommt“, so Kesseler. Sogar auf spezielle Wünsche und Geschmäcker der Menschen versuche man einzugehen.

Brokkoli oder Blumenkohl?

Radiomoderator Norbert Jeub hatte die Tafel am Standort „Im Sande“ vorab sogar besucht. Er berichtete von einem „netten Umgang“ mit den Kunden, denen mitsamt der Ware nebenbei charmant deutsche Sprachkenntnisse mitgegeben werden. Ein Herr, der noch nicht so lange in Deutschland war, habe Kesseler einen Blumenkohl hingehalten. Der Tafel-Mitarbeiter habe mit einem Augenzwinkern „verlangt“: „Du bekommst das nur, wenn Du mir sagst, wie das heißt.“ Der Kunde habe allerdings aus Unkenntnis „Brokkoli“ geraten – aber natürlich trotzdem den Blumenkohl bekommen.



Josef Kesseler, der schon seit den Anfängen der Tafel in Mechernich 2004 im Einsatz ist, braucht keinen Lohn. Immer wieder bekäme man viel mehr von Herzen zurück – und zeigte einen kleinen Engel in die Runde, die ihm eine russische Dame aus Dankbarkeit geschenkt habe. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Tafel-Helfer arbeiten Stunde um Stunde ehrenamtlich und ohne Entgelt. Kesseler: „Viele fragen mich, was hast Du denn davon?“ Materielle Entlohnung brauche er gar nicht. Man bekäme dafür viel schönere Dinge von Herzen zurück – und zeigte einen kleinen Engel in die Runde. Eine russische Frau habe ihm diesen aus Dankbarkeit mitgebracht. Gerührt fügte er hinzu: „Das ist mir viel mehr wert.“

Wie ein (Schutz)Engel wirkt auch Dr. Theodor Rüber, ein weiterer Gast des Abends. Der junge Euskirchener nahm die Zuhörer mit nach Kolumbien, wo er mit „Casa Hogar“ vielen jungen Mädchen Schutz vor Gewalt bietet, damit sie in Frieden und guter Fürsorge aufwachsen können. Bewegend war auch als Udo Schmitz, der Schleidener Feuerwehrchef, und Georg Jöbkes, Schulleiter des städtischen Gymnasiums, die Gefühle deutlich machten, rund um die Brandserie in Schleiden, die die Menschen und Feuerwehrleute über Monate im Atem gehalten hatte.



Radio Euskirchen konnte sich über Besucherzahlen auf Rekordniveau freuen, denn 150 Gäste lauschten gespannt den „Menschen des Jahres. Und damit so viele wie noch nie. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Radio Euskirchen konnte sich über Besucherzahlen auf Rekordniveau freuen, denn 150 Besucher lauschten gespannt, so viele wie noch nie. Doppelt so viele hatten sich „beworben“ für den besonderen Jahres-Rückblick-Abend. Am Ende habe man sogar losen müssen, so Jeub: „Sie sind also quasi alle Gewinnertypen.“

Die Interviews wurden außerdem aufgezeichnet und sollen Ende Dezember auf Radio Euskirchen gesendet werden.

pp/Agentur ProfiPress



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