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Die stolze Spendensumme von 6.429.98 überreichte Glasmacher-Mitarbeiterin Anna Josephs jetzt an Jan Hennemann (l.), vom Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche, und seinen Vater Lutz Hennemann, der 1982 den Verein gründete. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

6.429,98 Euro für Elternhaus

14.10.2019

Firma Glasmacher aus Kommern spendet erneut eine große Summe an Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche – Erlöse stammen vom Sommerfest – Nach persönlichem Schicksalsschlag hatte Lutz Hennemann den Verein gegründet, um Behandlungsbedingungen auf der Kinderkrebsstation zu verbessern

Mechernich-Kommern – Es war ein furchtbarer Schicksalsschlag für die Familie Hennemann als die Tochter achtjährig an Krebs verstarb. Anfang der 1980er-Jahre waren die Behandlungsbedingungen auf der Kinderkrebsstation schwierig, erinnert sich Vater Lutz Hennemann: „Die Chemotherapie wurde auf dem Flur gemacht.“

Geprägt von den Erfahrungen gründete er gemeinsam mit anderen Eltern den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche in Bonn. Von Beginn an hat man viel bewegt, um die Begleitumstände und Bedingungen für die Betroffenen erträglicher zu machen, und viel erreicht, auf das Eltern und auch der jüngere Bruder des verstorbenen Mädchens stolz sein können – bis heute.

Das Engagement unterstützt auch die Firma Glasmacher aus Kommern. Beim alljährlichen Sommerfest wurde deshalb bereits zum zweiten Mal kräftig gesammelt – und wieder kam eine stolze Summe zusammen, genau 6.429,98 Euro, die Glasmacher-Mitarbeiterin Anna Josephs nun an Lutz Hennemann und Sohn Jan Hennemann übergeben konnte.

Das Geld wird in das jüngste Projekt des Förderkreises fließen. Es handelt sich dabei um das neue Elternhaus auf dem Venusberg, das neben dem Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) auf dem Gelände des Universitätsklinikums betroffenen Familien ein Zuhause auf Zeit bieten soll. Derzeit befindet sich das Elternhaus noch im Bau, die Eröffnung ist für Frühjahr 2020 geplant. Bisher wurden in das Projekt schon knapp über sechs Millionen Euro investiert, wie Jan Hennemann, Geschäftsführer des Vereins berichtet.

Mit 42 Doppelzimmern wird das Elternhaus viel Platz für die Familien bieten, inklusive eines großen Gemeinschaftsraums und Küche, Spiel- und Bastelräume, Garten und Terrasse. Vor allem soll das Elternhaus allen eine Auszeit von der Krankheit und vom Krankenhaus ermöglichen. „Für einen geplanten Spielplatz suchen wir noch Sponsoren“, so Lutz Hennemann

Es ist bereits das zweite Sommerfest des Kommerner Unternehmens zugunsten des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche.

„Auch dieses Mal ist es wieder ein sehr beachtliches Ergebnis“, freut sich Jan Hennemann über die Spendensumme. Sein Vater ist nicht minder begeistert: „Und das bei der kleinen Gemeinde hier. Die Eifeler sind einfach klasse.“  Möglich wurde die Summe durch zahlreiche Spenden beim Sommerfest und weil viele Künstler außerdem auf Ihre Gage für den guten Zweck verzichteten.

Das Sommerfest des Kommerner Traditionsunternehmens war mit rund 500 Gästen gut besucht. Und auch das Wetter spielte mit, berichtet Josephs: „Es war richtig heiß an dem Tag.“ Für musikalische Unterhaltung sorgten Uwe Reetz, die Blaskapelle Mechernich, der Musikverein Glehn, die „Pänz uss dem ahle Kölle“, die Oktoberfest-Musikanten. Bei einer großen Verlosung konnte man als Hauptpreis zwei Eintrittskarten für das Phantasialand gewinnen. Für die jüngsten Besucher gab es Kinderschminken, Hüpfburg und Karlo Klötzchen. 

pp/Agentur ProfiPress



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