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Als einzige deutsche Gruppe nahm der Musikverein Eicks am „Festivals du Sud“ im nordspanischen Jaca teil. Bei den Umzügen säumten Tausende Zuschauer den Straßenrand. Foto: Franz Sistig/pp/Agentur ProfiPress

Musikverein Eicks vertrat Deutschland

10.09.2019

Die Musiker aus dem Mechernicher Stadtgebiet waren Teilnehmer beim „Festivals du Sud“ im nordspanischen Pyrenäenort Jaca – Zwei Umzüge pro Tag

Mechernich-Eicks – Autogramme geben müssen die Mitglieder des Musikvereins Eicks im Regelfall nicht. Im spanischen Jaca war dies jüngst aber schon der Fall. „Die Straßen sind voller Zuschauer, die mitfiebern oder eine Polonäse machen – und uns auch nach Autogrammen gefragt haben“, berichtet Schriftführerin Diana Klinkhammer.

Als einziger deutscher Musikverein haben die Eickser am „Festivals du Sud“ in der Pyrenäenstadt teilgenommen. Dort trafen sie auf Gruppen aus aller Welt: Armenien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Guadeloupe, Guatemala, Guinea, Mexiko, Neuseeland, Oman, Usbekistan, den Philippinen, Puerto Rico, den USA und so kleinen Republiken wie Kalmückien und Tatarstan. Gemeinsam setzte man bei den zwei pro Tag stattfindenden Umzügen ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung auf der Welt.



Mit 36 Musikern stellte der Musikverein Eicks eine der größten Gruppen des Folklorefestivals in der Pyrenäenstadt Jaca. Foto: Sven Lux/pp/Agentur ProfiPress

Mit 36 Musikern stellte der Musikverein sogar eine der größten Gruppen bei der 50. Auflage des Festivals. Für die Eickser war es die neunte Teilnahme seit 1983. Wie in der Chronik des Vereins nachzulesen ist, war der Musikverein Eicks 1982 bei einem Konzert in Mechernichs Partnerstadt Nyons durch „vorbildliche Disziplin und großem musikalischen Können“ aufgefallen. Einem Major des ersten Regiments der Husaren aus Tarbes imponierte der Musikverein so sehr, dass er das erste Treffen beim Internationalen Folklore Festival in Jaca vereinbarte.

Auch bei der 50. Auflage verwandelte sich die Altstadt von Jaca laut Diana Klinkhammer wieder in einen Ort der internationalen Begegnungen. „Trotz eines hohen organisatorischen Aufwandes für den Verein erfreut sich die Tour wegen der einzigartigen Atmosphäre und der Begeisterungsfähigkeit des spanischen Publikums immer einer großen Beliebtheit bei den Musikern“, formuliert es Diana Klinkhammer. So mussten sich die Eickser regelrecht um die Teilnahme bewerben und im Vorfeld Videos und Texte auf Französisch anfertigen.

Apropos Aufwand: Sieben Eickser Musiker, darunter auch der Musikvereinsvorsitzende Erwin Contemprée, haben auf die 19-stündige Fahrt mit dem Bus verzichtet und sich stattdessen aufs Fahrrad geschwungen. In elf Tagen hatten sie, stellenweise bei 40 Grad oder Dauerregen, die 1300 Kilometer (bei 1574 Höhenmetern) bis in die Pyrenäen absolviert und trafen fast zeitgleich mit dem Bus ein. Die Kollegen spielten als Belohnung ein Ständchen für die erschöpften, aber glücklichen Radfahrer.



1300 Kilometer von Eicks nach Jaca legten sieben Vereinsmitglieder mit dem Fahrrad in elf Tagen zurück. Foto: Franz Sistig/pp/Agentur ProfiPress

Doch auch das Programm vor Ort war „sportlich“. Jeweils am späten Vormittag und am Abend fanden Umzüge durch Jaca statt. Das Publikum ermunterte den Musikverein Eicks, der als einzige Blaskapelle am Festival teilnahm, zu spontanen Einlagen. Beim auch in Spanien bekannten Volkslied „Rosamunde“ sang das Publikum sogar mit. Die Eickser verteilten außerdem „Alemania“-Buttons an Kinder.

Höhepunkt war laut Diana Klinkhammer der Abschlussumzug. In den Gassen der Altstadt säumten Tausende Menschen den Straßenrand und bejubelten die Darbietungen der teilnehmenden Gruppen. „Es war eine aufregende Zeit mit vielen Emotionen und schönen Begegnungen zu Menschen aus aller Welt, die noch lange in Erinnerung bleiben werden“, zieht Diana Klinkhammer ein positives Fazit.

pp/Agentur ProfiPress



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