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Der Kommerner Seelsorger Prof. Dr. Dr. Hans Ferdinand Fuhs (3.v.r.) bei seiner Primiz in Efferen. Repro: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Er predigt mit Herz und Präzision

24.06.2019

Prof. Dr. Dr. Hans Ferdinand Fuhs feiert goldenes Priesterjubiläum – Am Sonntag, 7. Juli, ab 14 Uhr, mit einer Dankmesse in der Kirche St.-Severinus in Kommern und anschließendem Empfang

Mechernich-Kommern – Prof. Dr. Dr. Hans Ferdinand Fuhs kroch schon auf dem Boden im ägyptischen Nil-Delta herum. Dort, wo man im Boden auf tausende Jahre alte Gräber und Siedlungen stoßen kann, suchte er akribisch Scherben und befreite sie vom Sand und Dreck der Jahrtausende.  

Der Experte der Orientalistik und Pfarrer im Sendungsbereich Zülpich feiert am Sonntag, 7. Juli, mit einer feierlichen Dankmesse sein goldenes Priesterjubiläum, ab 14 Uhr, in der Kirche St.-Severinus Kommern. Anschließend gibt es einen Empfang in der Bürgerhalle.

Am 2. Juli 1969 wurde Hans Ferdinand Fuhs durch Josef Kardinal Höffner in der Hohen Domkirche zu Köln zum Priester geweiht. Als Mitglied des Seelsorgeteams Veytal im Sendungsraum Zülpich ist der in Bad Godesberg geborene Priester trotz seiner 77 Lenze weiter „voll im Einsatz.“ Jeden Tag stehen für ihn Aufgaben wie Seelsorge, Heilige Messen oder Krankenkommunion auf dem Programm.



Prof. Dr. Dr. Hans Ferdinand Fuhs liebt alte Schriften. Der Experte der Orientalistik und Pfarrer im Seelsorgebereich Veytal, feiert am Sonntag, 7. Juli, ab 14 Uhr, sein goldenes Priesterjubiläum. Foto Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Hohe Präzision und tiefe Bibelkenntnis

Der Geistliche sucht die Nähe zu den Menschen. Seine Predigten zeugen von hoher Präzision und tiefer Bibelkenntnis. Der Professor liest viel, auch neueste Forschungsergebnisse rund um Gott und die biblische Welt, um „auf dem aktuellen Stand zu bleiben“ und nichts von „Vorgestern“ zu erzählen.

„Umherschwadronieren“, mag er nicht. Ein bloßes Aneinanderreihen von Lesungen während der Liturgie ist nicht Seins: „Das finde ich geradezu lieblos, den Menschen einfach etwas um die Ohren zu schmeißen.“ Mit seinen Botschaften erreicht er die Menschen und bewegt sie.

Hans Ferdinand Fuhs studierte in Bonn, Freiburg im Breisgau, Cambridge, Jerusalem, Kairo und Addis Abeba die Fächer Katholische Theologie und Orientalistik. Ihn interessierten vor allem die alten Texte, die noch in Hebräisch, Arabisch oder Keilschrift verfasst worden sind. Deshalb grub er auch nach den Scherben im Nil-Delta, um mehr zu erfahren, über alte Zeiten.



Professor und „Nothelfer“

1982 wurde der Priester als Professor für Geschichte und Umwelt des Alten Testaments an die Universität Würzburg berufen. 1986 erfolgte seine Ernennung zum Professor für Exegese, also der Erklärung und Auslegung, des Alten Testamentes an der Theologischen Fakultät Paderborn. Gleichzeitig war er als Pfarrverweser in Oberdürrbach bei Würzburg tätig bevor er dann 1993 nach Kommern kam, als sogenannter „Nothelfer des Ortspfarrers“.

Mehr als die Hälfte seiner Schaffenszeit als Priester, nämlich 26 Jahre von 50 Jahren, wirkte er im Seelsorgebereich Veytal, der Kommern, Satzvey, Antweiler, Lessenich und Firmenich-Obergartzem umfasst. Zunächst als unterstützende Hand für Pfarrer Jakob Bister, später für Pfarrer Burkhard Möller. Heute noch zieht der Professor als Präsident der Kommerner St. Sebastianus Schützenbruderschaft er beim alljährlichen Umzug mit durchs Dorf. Ebenso ist er im Vorstand des Vereinskartells und seit „eh und je“ Mitglied der Feuerwehr. Bis zu seinem 60. Geburtstag ist er sogar noch mit den Kameraden ausgerückt. 



Als Autor einen Namen gemacht

Auch als Autor hat er sich einen Namen gemacht und nennenswerte Werke auf den Weg gebracht, so zum Beispiel „Die äthiopische Übersetzung des Propheten Micha“ oder den „Kommentar zum Buch der Sprichwörter“, ein von Christen bislang wenig beachtete Kostbarkeit unter den biblischen Büchern, dem eine Synthese aus den Weisheitstraditionen des Alten Orients und Israels und den Traditionen des Jahweglaubens gelingt.

Die aktuelle Entwicklung der Kirche, mit der Zusammenlegung weiterer Pfarreien zu einem Sendungsraum, wie Kommern sie mit Zülpich eingegangen ist, betrachtet der erfahrene Geistliche mit Sorgenfalten.

„Sicher, dass jedes Dorf seinen eigenen Pfarrer hat, ist zwar nur eine kurze Spanne innerhalb der Kirchengeschichte“, sagt Fuhs. Viel länger habe es ein Zentrum gegeben, von dem die Gottesvertreter ausgesandt worden sind – also wie es heute vielfach wieder angestrebt werde. „Nur, dass zu dieser Zeit, die Leute vor Ort in ihrer Volksfrömmigkeit fest verwurzelt waren. Das trifft man allerdings heute ja nicht mehr so an.“

Nah bei den Menschen zu sein, mit ihnen ihre Sorgen und Nöte, ja auch Freude teilen zu können, sei heutzutage umso wichtiger als Gottes Botschafter. Wie wolle ein Priester sonst die spezifische Situation vor Ort kennenlernen? Von einem zentralen Ort losgeschickt, Messe halten und wieder weg sein, das sei doch auch unbefriedigend für den Seelsorger. Sich bei dörflichen Festen und Veranstaltungen unter die Menschen zu mischen, mitten im Leben unter den Menschen zu sein, dafür fehle den meisten Priestern heute die Zeit.

pp/Agentur ProfiPress



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