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In einem Abendgottesdienst gedachten die Gemeinschaft im Mutterhaus der Communio in Christo und einige Gäste des 25. Todestages von Mutter Marie Therese. Generalsuperior Karl-Heinz Haus (3.v.l.), Pfarrer Dr. Innocent Dim (Mechernich, von links), Father Mathew Charthakuzhil, Pater Rudolf Ammann, Father Thomson Pazhayachirapeedikayil Jose und Pater Ignatius Joseph, Passionist aus Kerala, konzelebrierten. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Für das Leben geschaffen“

16.04.2019

Begeisterte Predigt Pater Rudolf Ammanns zum 25. Todestag von Mutter Marie Therese

Mechernich – Mit dem biblischen Stammvater Abraham, der seiner Sendung durch Gott kompromisslos folgte, verglich Pater Rudolf Ammann Mutter Marie Therese an ihrem 25. Todestag. Die Gründerin des Ordo Communionis in Christo war am Mittwoch, 11. April 1994, nach langen schweren Krankheiten verschieden.

In einem Abendgottesdienst am Sterbetag gedachten die Gemeinschaft im Mutterhaus der Communio in Christo und einige Gäste des Jahrestages. Generalsuperior Karl-Heinz Haus, Pater Rudolf Ammann, Pfarrer Dr. Innocent Dim (Mechernich) und die indischen Priester Mathew Charthakuzhil, Thomson Pazhayachirapeedikayil Jose und Ignatius Joseph, Passionist aus Kerala und Direktor im Kleinen Seminar für Philosophie in Bhopal (Zentralindien), konzelebrierten.

In einer begeisterten und begeisternden Predigt sagte Pater Ammann: „Sie hat ihren Lebensweg beendet und ist zu dem zurückgekehrt, der sie ins Dasein und in ihre Sendung berufen hat“. So wie Gott dem erst „Abram“ genannten Patriarchen einen neuen Namen gab, nämlich „Abraham“, ihn vom Zweistromland Hunderte Kilometer in ein fernes Land schickte und ihn zum Vater vieler Völker machte, so habe er auch Mutter Marie Therese „zur Mutter der Völker gemacht“.

Der damals 37 Jahre jungen niederländischen Lehrerin Josephina Theresia Linssen, die ihren Beruf wegen unaufhörlicher Krankheiten aufgeben musste, habe Gott einen neuen Namen gegeben, Mutter Marie Therese, und ihr den Weg ins ihr völlig unbekannte Eifelstädtchen Mechernich in der Eifel gewiesen.



Pater Rudolf Ammann sagte in seiner Predigt, Mutter Marie Therese habe in ihrer letzten Betrachtung wenige Tage vor ihrem Tod Menschen und Menschheit offenbart, dass sie „in Liebe für das Leben und für den Himmel geschaffen sind“. Diese Auferstehungsgewissheit sei Mutter Marie Thereses „endgültiges Testament“ gewesen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Liebesgeschichte mit Gott“

Dort gründete Mutter Marie Therese am 8. Dezember 1984 die Bewegung „Communio in Christo“ zum Beweis des geistgewordenen Zweiten Vatikanischen Konzils und zur Erneuerung von Kirche und Welt. Zehn Jahre später endete im von ihr gegründeten Mutterhaus des Ordo Communio in Christo auf Erden ihre „Liebesgeschichte mit Gott“, so Pater Ammann.

In ihrer letzten Betrachtung wenige Tage vor ihrem Tod offenbarte die Mutter den Menschen und der Menschheit, dass sie „in Liebe für das Leben und für den Himmel geschaffen sind“. Das sei Mutter Marie Thereses „endgültiges Testament“ gewesen, aus dem der Ordo Communionis in Christo lebe, so Pater Ammann.

„Sie und Abraham hatten beide einen tiefen radikalen Glauben, der sie ihrer Sendung unbedingt folgen ließ.“ Abraham sei nach menschlichem Ermessen zu alt und Mutter Marie Therese zu krank und unwissend gewesen, um völlig Neues zu erschließen und zu gründen.

Und doch habe Mutter Marie Therese den Ordo aus der Taufe gehoben, obwohl sie kaum Mitglieder um sich scharen konnte und nach menschlichem Ermessen nichts mehr bewirken konnte. Und das umfangreiche und bis auf den heutigen Tag so segensreich wirkende Sozialwerk, „obwohl sie selbst keine Ahnung hatte“ und sie es mit hilflosen und schutzlosen Pflegebedürftigen in Angriff nahm und damit mit Menschen, so Ammann, „mit denen nach allgemeinen Maßstäben kein Blumentopf zu gewinnen ist“.



„Zutiefst optimistischer Glaube“

Der Glaube, den Mutter Marie Therese in die Herzen der Communio-Anhänger gelegte habe, sei ein „zutiefst optimistischer Glaube“, dass sich mit Gott und Christus in der Mitte alles zum Guten wendet. Es sei ein „tiefer, radikaler Glaube, das zu tun, was Gott erwartet“.

In ihrer letzten Betrachtung habe Mutter Marie Therese einen Blick in den Himmel getan, sagte der Prediger, und uns Auferstehungsgewissheit hinterlassen. Pater Ammann: „Nicht nur Abraham und Mutter Marie Therese sind gestorben, auch Jesus ist gestorben, aber der Tod hat nicht das letzte Wort behalten!“ Die Evangelien seien „nicht geschrieben worden, weil Christus gestorben ist, sondern weil er ein Gott der Lebendigen ist!“

pp/Agentur ProfiPress



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