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Rund 200 Bürger aus Firmenich, Obergartzem und Satzvey waren zur Versammlung gekommen. Der Raum platzte aus allen Nähten. Einige Zuhörer mussten sogar auf den Fluren draußen stehen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Offener Austausch, faire Diskussion

15.03.2019

Auch Ortsvorsteher nach Bürgerversammlung in Firmenich zufrieden – 200 Bürger aus Firmenich, Obergartzem und Satzvey – Verwaltungsspitze stand Rede und Antwort – Franz Josef Keus moderierte souverän

Mechernich-Firmenich – Der Abend konnte von allen Beteiligten als erfolgreich verbucht werden: Bei der Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus wurden Argumente und Planungen zuweilen kontrovers, aber offen und fair diskutiert.

Der Redakteur Klaus Pesch zitiert in seinem Bericht Kölnische Rundschau/Kölner Stadtanzeiger den Firmenicher Ortsvorsteher Anton Schröder: „Wir waren danach aber sehr zufrieden.“ Niemand sei ausfallend geworden, der Rahmen habe gestimmt.

Rund 200 Bürger aus Firmenich, Obergartzem und Satzvey waren zur Versammlung gekommen. Der Raum platzte aus allen Nähten. Einige Zuhörer mussten sogar auf den Fluren draußen stehen. „Wie man am Interesse der Bürger sieht, scheinen wir heute die richtigen Themen zu besprechen“, merkte Franz Josef Keus, der Moderator, der souverän durch den Abend führte, eingangs an.



Bei der Bürgerversammlung ging es vor allem darum, sich auszutauschen. Es wurde kontrovers, aber vor allem offen und fair miteinander diskutiert. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Pilz-Zuchtanlage keine städtische Planung

Die Verwaltung war zahlreich vertreten. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der Erste Beigeordnete Thomas Hambach, Stadtplaner Thomas Schiefer und Mario Dittmann, Fachbereichsleiter Straßen, sowie Verwaltungsmitarbeiter Dennis Müller standen offen Rede und Antwort.

Ganz oben auf der Agenda der Ortsvorsteher von Obergartzem und Firmenich für den Abend stand das Vorhaben von Franz-Josef Graf Beissel von Gymnich, auf einer Fläche zwischen Obergartzem und Satzvey eine Pilz-Zuchtanlage eines holländischen Investors anzusiedeln.

Dr. Schick stellte sofort klar: „Es handelt sich hier nicht um eine städtische Planung, sondern um ein Ansiedlungsbegehren eines Grundbesitzers aus Satzvey.“ Seine Aussage: „Ich kann Ihnen hier und heute sagen, Verwaltung und Politik steht diesem Vorhaben nicht positiv gegenüber“, wurde mit viel Applaus bedacht.  

Allerdings müsse die Planung rechtlich als privilegiertes Vorhaben eingestuft werden. Als gartenbaulicher Betrieb genießt der Champignonanbau besondere Rechte im Verfahren und dürfe im Außenbereich bauen. 



Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick schloss nicht aus, dass die Stadt juristisch bis zum Oberverwaltungsgericht gegen die geplante Pilzzucht-Anlage vorzugehen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Stadt schließt Klageweg nicht aus

„Wir sind der Auffassung, dass dem ganzen allerdings auch Naturschutz- und Landschaftsschutz-Gründe entgegenstehen“, sagte Schick und schloss nicht aus, dass die Stadt juristisch bis zum Oberverwaltungsgericht gegen die geplante Champignonzucht auf der Fläche vorgehen wolle.

Schiefer zeigte anhand einer Luftaufnahme die 23 Hektar große Fläche, die zwischen Satzvey und Obergartzem liegt. „Dabei wurde deutlich, dass die Größe der geplanten Anlage erheblich ist“, schreibt Pesch.

Demnach sollen 71 000 Quadratmeter überdacht werden, 130 Mitarbeiter, davon bis zu fünf in der Verwaltung, sind vorgesehen. 190 Tonnen Pilze sollen wöchentlich produziert werden. Fast 20 000 Kubikmeter Wasser benötigt die Anlage jährlich. 330 Tonnen Stroh, 220 Kubikmeter Digistat (Nährboden) und sechs Tonnen Naturgips seien in dieser Anlage pro Woche erforderlich. Es entstünden 680 Tonnen Substrat und 710 Kubikmeter Champost (Abfallstoff) pro Woche.

Wie sieht es mit Geruchsbelästigung aus? Wird der Abfall des holländischen Betriebs auf umliegende Felder verteilt? Alles Fragen, die die Bürger äußerten, aber vor allem Sorgen bereiten. „Es wird jeder Feldhamster geschützt. Aber was geschieht, wenn die Bevölkerung gegen ein Vorhaben ist?“, zitiert Pesch eine Bürgerin. Ein anderer Bürger habe darauf hingewiesen, dass es dort ein Wildkatzen-Vorkommen gebe. Pesch zitiert Schiefer: „Das könnte ein K.-O.-Kriterium sein.“ 



Auch Stadtplaner Thomas Schiefer (l.) stand den Bürgern Rede und Antwort. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Hochwald: „Sauberer Betrieb mit 300 Arbeitsplätzen“

Angesichts der bisherigen und neuen Gewerbegebiete rund um Obergartzem, klagte Sabine Pollack: „Unsere Lebensqualität hier wird immer schlechter. Wo bleibt eigentlich unsere Naherholung?“

Thomas Schiefer stellte, so schreibt Pesch, Visualisierungen vor, auf denen die Kubatur der neuen Hochland-Milchfabrik innerhalb der Landschaft beurteilt werden konnte. Der Stadtplaner betonte demnach, dass es sich um einen sauberen Betrieb mit rund 300 Arbeitsplätzen handele. Davon profitiere die Region. Die Verkehrsbelastung durch Lastwagen, das hätten Fachleute untersucht, sei unproblematisch und könne durch das bestehende Netz problemlos abgewickelt werden.

Schiefer versprach das entsprechende Gutachten ins Internet zu stellen. Am 17. Mai erfolge der erste Spatenstich, die Bauzeit betrage drei Jahre.

Weiter ging es mit dem Baugebiet Schavener Heide, in der 37 Wohngebäude vorgesehen sind, wie Schiefer berichtete. „Als er den „Stammbaum“ der Bläck Fööss, in dem die multikulturellen Wurzeln Kölns beschworen werden, zitierte und einen kurzen Filmausschnitt präsentierte, in dem Bürger sich über Zugezogene ärgern, die sich nicht am Gemeinschaftsleben beteiligen, kippte kurzzeitig die Stimmung“, kommentiert Pesch. „Doch jeder blieb zivilisiert, die Stimmung wurde wieder sachlich“, schreibt der Journalist weiter und zitiert eine Bürgerin: „Es geht nicht darum, sich gegen Köln oder Düsseldorf zu wehren. Wir wollen aber nicht, dass alles zugebaut wird.“



Dass es sich bei Hochwald (Grafik) um einen sauberen Betrieb handelt, mit 300 Arbeitsplätzen, machte Stadtplaner Thomas Schiefer nochmals deutlich. Von der Ansiedlung profitiere die Region. Am 17. Mai erfolge der erste Spatenstich, die Bauzeit betrage drei Jahre. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Meist bauen Einheimische im Neubaugebiet

Der Stadtplaner konnte eine Übersicht präsentieren, woher die neuen Eigentümer der Neubauten kommen. Demnach verwirklichen vor allem Einheimische ihren Traum vom Eigenheim in den neuen Baugebieten. Sogar Moderator Keus betonte, er sei froh, dass man den Firmenichern eine Möglichkeit bieten könne, im Ort zu bauen.

Heidi Esser, von der Bürgerinitiative gegen dieses neue Baugebiet, überreichte eine Unterschriftenliste mit mehr als 600 Einträgen. Das sorgte für Unmut und sie erntete Kritik für Ihr Vorgehen. Sie habe die Themen Baugebiet und Champignonzucht vermengt und auf diese unzulässige Weise mehr Unterschriften bekommen.

Mitgestalten erwünscht

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick betonte, dass „Mitdiskutieren und Mitgestalten bei der Stadtentwicklung“ immer willkommen ist. Er informierte: In einer Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses werde am Mittwoch, 20. März, ab 18.30 Uhr, über den Stand der Regionalplanung und ein Integriertes Handlungskonzept für die Innenstadt Mechernichs informiert.

pp/Agentur ProfiPress



Franz Josef Keus, der Obergartzemer Ortsvorsteher, der gemeinsam mit Anton Schröder, Ortsvorsteher von Firmenich, zu der Bürgerversammlung eingeladen hatte, moderierte souverän den Abend. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

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