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Hell und lichtdurchflutet soll der Neubau an der Gesamtschule werden. Die Planung sieht eine filigrane Fassade und bodentiefe Klassenfenster vor. Die neuen, mit der Schulleitung vorab abgestimmten Pläne für den Neubau wurden jetzt von Peter Holdenried (r.), vom gleichnamigen Architekturbüro in Heimbach, und dem zuständigen Mitarbeiter der Stadt, David Esch, im Schulausschuss in einer Sondersitzung vorgestellt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Filigrane Fassade und helle Flure

01.03.2019

Neue Pläne zum Neubau an der Gesamtschule vorgestellt – Sondersitzung des Schulausschusses war einberufen worden – Erweiterung soll bis August 2020 fertig sein

Mechernich – Hell und lichtdurchflutet soll der Neubau an der Gesamtschule werden. Die Planung sieht eine filigrane Fassade und bodentiefe Klassenfenster vor. Der moderne Entwurf für die dreigeschossige Erweiterung weicht von einem typischen Grundriss - mit zwei Treppenhäusern an den Kopfenden und eher dunklen Fluren - deutlich ab.

Die neuen, mit der Schulleitung vorab abgestimmten Pläne für den Neubau wurden jetzt von Peter Holdenried vom gleichnamigen Architekturbüro in Heimbach und dem zuständigen Mitarbeiter der Stadt, David Esch, im Schulausschuss in einer Sondersitzung vorgestellt.

Das Gremium hatte sich bereits im November 2018 einstimmig für einen Anbau ausgesprochen, der auf der bisherigen Freifläche zwischen ehemaligen Hauptschulgebäude und der neuen Dreifachturnhalle entstehen soll. Eine Erweiterung ist notwendig geworden, da die Gesamtschule aufgrund steigender Schülerzahlen ab dem Schuljahr 2020/2021 sechszügig geführt werden muss und auch eine Oberstufe umfasst.

Der moderne Entwurf weiche klar vom klassischen Schulbau ab, erläuterte der Architekt: Die nach oben offen gestalteten Flurzonen geben Raum und bieten einen angenehmen Aufenthaltsbereich für die Schüler. Ein großes Oberlicht lasse viel Licht hinein.

Die Aufteilung der Klassenräume sei gegenüber dem ersten Entwurf etwas überarbeitet worden, so Holdenried weiter. Nun sind insgesamt 23 große Klassenräume, ein Fachraum und drei kleinere Differenzierungsräume vorgesehen. Zuvor waren 20 Klassenräume, zwei Fachräume und acht Differenzierungsräume eingeplant. Die jetzige Aufteilung entspreche den Abstimmungen mit der Schulleitung, so Holdenried. Es bleibt der Aufzug, der auf alle Etagen führt.  

„Die Klassenräume sind zwar etwas kleiner als in der Ursprungsplanung, orientieren sich aber immer noch an der Größe der Realschulräume“, bestätigte Esch.

Schulleiterin Dagmar Wertenbruch bekräftigte, dass die Anzahl der Räume für die berechnete Sechszügigkeit sowie eine dreizügig geführte Oberstufe ausreiche.

Mehr sei auch nicht drin, sagte der Architekt: „Das Baufeld ist ausgereizt.“ Auf der linken Seite begrenze der Bau der früheren Hauptschule, auf der rechten Seite die Dreifachturnhalle.

Holdenried zeigte auch ein Symbolbild, wie der Bau später aussehen könnte. Zu erkennen war dabei die Fassadengestaltung mit bodentiefen Fenstern in den Klassenräumen, aber auch der umlaufende Balkon auf den oberen Etagen, der mit einem möglichst filigranen Geländer versehen werden soll.  

„Grundsätzlich ist der umlaufende Balkon als ein Fluchtweg vorgesehen. Dieser wird im normalen Schulalltag nicht genutzt“, machte Esch deutlich. In jedem Klassenraum befinde sich eine Türe, die auf den Balkon hinausführe. Damit weise das Gebäude die erforderlichen zwei Rettungswege aus - über das Treppenhaus innen als auch den „Balkon“ mit der außenliegenden Treppe.

Die Sondersitzung war laut Planern einberufen worden, weil man schon in drei bis vier Wochen mit den Erdarbeiten beginnen wolle. „Das müssen wir auch“, konstatierte der Architekt. Nach bisheriger Planung soll das Gebäude bis August 2020 bezugsfertig sein. Der Anbau wird dann durch eine Verbindungsbrücke an den Trakt der ehemaligen Hauptschule andocken.

pp/Agentur ProfiPress



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