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Die Interviewerin wird zur Feuerwehrfrau: Sandra Jozipovic hat für die Rubrik „Mein Lieblingsort“ in der WDR-Sendung „Hier und heute“ einen Tag lang Marco Kaudel in Wachendorf begleitet. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Wachendorf als „Lieblingsort“

07.11.2018

Der WDR drehte einen Tag lang in dem Mechernicher Außenort – Gesprächspartner war der stellvertretende Löschgruppenführer Marco Kaudel – Ausstrahlung des Beitrags voraussichtlich am 13. November in „Hier und heute“




Mechernich-Wachendorf – Die Neugier in Wachendorf war groß: Der Westdeutsche Rundfunk war in den Herbstferien vor Ort und stellte das Dorf einen Tag lang ins beste Licht. So mancher Schaulustige ließ sich das natürlich nicht entgehen und wollte mal spinksen, was Moderatorin Sandra Jozipovic und Kamerafrau Lena Bauer für die Rubrik „Mein Lieblingsort“ der täglichen Sendung „Hier und heute“ filmten.

Zunächst war da aber Verwunderung bei den Zuschauern. Denn Lena Bauer filmte nicht mit einer großen Fernsehkamera, sondern mit dem Handy. Die Technik wird eben handlicher, die Qualität aber nicht schlechter.



Wachendorfs stellvertretender Löschgruppenführer Marco Kaudel wird vor der Petruskapelle von WDR-Moderatorin Sandra Jozipovic interviewt. Lena Bauer filmt die beiden. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Vor Wochen war Sandra Jozipovic an die Stadt Mechernich herangetreten. Die freie Journalistin ist permanent auf der Suche nach schönen und interessanten Ortschaften. Jemand hatte ihr vor Jahren von der außergewöhnlichen Bruder-Klaus-Feldkapelle erzählt. Da wollte sie von der Stadt wissen, wer ein möglicher Gesprächspartner sein könnte, der das WDR-Duo durch Wachendorf führt.

Die Wahl fiel auf den stellvertretenden Löschgruppenführer Marco Kaudel. Der ist zwar kein Ur-Wachendorfer, lebt aber seit mittlerweile 14 Jahren im Ort – der Liebe wegen hat es ihn aus dem anderthalb Kilometer entfernten Lessenich, in dem er aufgewachsen ist, in das 600-Seelen-Dorf verschlagen.



Beim gespielten Einsatz ist „Mein Lieblingsort“-Moderatorin Sandra Jozipovic dabei. Löschgruppenführer Jörg Opielka (l.) zeigt ihr, wie man die Uniform anlegt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Etwa 4,5 Stunden haben Jozipovic und Bauer mit Marco Kaudel gedreht – daraus wird dann später ein vier- bis sechsminütiger Beitrag geschnitten. Kaudel präsentierte den WDR-Journalistinnen seine Lieblingsorte. Und davon gibt es einige. Den Auftakt machten sie an dem Gebäude, wegen dem Sandra Jozipovic überhaupt erst auf Wachendorf aufmerksam geworden ist: An der 2007 eingeweihten, vom Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor konzipierten und von den Wachendorfer Eheleuten Trudel und Hermann-Josef Scheidtweiler errichteten Bruder-Klaus-Kapelle im Feld zwischen Wachendorf und Rißdorf.



Einige Schaulustige schauten sich die Dreharbeiten in Wachendorf für die WDR-Sendung „Hier und heute“ an. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Weihnachtslieder in den Herbstferien

Von dort ging es zur imposanten Kastanienallee, die sich beim Drehtermin in herbstlichen Farben zeigte. Am Ende der Allee befindet sich Schloss Wachendorf mit der angrenzenden Petruskapelle, wo natürlich auch gedreht wurde. Und Marco Kaudel musste sogar singen: Am Kriegerdenkmal, wo sich an Heiligabend das Dorf trifft, wo musiziert und zusammen gefeiert wird, intonierte er „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Zum Schluss wurde es etwas actionreicher. Kaudel und Löschgruppenführer Jörg Opielka zeigten dem WDR-Duo das in Eigenregie umgebaute Feuerwehrgerätehaus. Sandra Jozipovic nutzte dabei sogar die Gelegenheit, selbst in eine Feuerwehruniform zu schlüpfen. Anschließend simulierte die Feuerwehr für die Kamera ein Ausrücken zum Einsatz. In Windeseile hatten sich Feuerwehrmänner umgezogen, sprangen in den Wagen und brausten los – zumindest wird es hinterher im Filmbeitrag so aussehen.



Mit Blaulicht und Martinshorn rückt die Löschgruppe Wachendorf aus dem eigenhändig erweiterten Gerätehaus aus. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Wichtig ist es Sandra Jozipovic, dass in der Rubrik „Mein Lieblingsort“ das Zusammenleben und der Zusammenhalt in einem Dorf gezeigt werden. Zwei bis dreimal pro Woche ist sie mit Lena Bauer unterwegs und besucht Dörfer, Stadtteile und Städte. „Manchmal sind wir sogar in kleinen Weilern, wo nur acht Menschen leben“, berichtet sie.

Nach dem Dreh stärkten sich die beiden Journalistinnen im Dorfgemeinschaftshaus bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen und lernten genau diese Geselligkeit in Wachendorf – wenn auch im kleinen Kreis – kennen.

Geplant ist eine Ausstrahlung des Beitrags über Wachendorf am 13. November. „Hier und heute“ läuft täglich von 16.15 bis 18 Uhr. Die Rubrik „Mein Lieblingsort“ wird meist gegen 16.30 Uhr gezeigt. Der wahrscheinlich rund fünfminütige Beitrag wird nach der Ausstrahlung auch in der Mediathek zu finden sein.

pp/Agentur ProfiPress



Husch husch, zum Feuerwehrauto: Als der gestellte Alarm kam, waren die Feuerwehrkameraden aus Wachendorf im Nu umgezogen und einsatzbereit. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

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