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Fahrerlose Transportsysteme sollen im weitgehend automatisierten Betrieb der Mechernicher Molkerei für reibungslose Abläufe sorgen. Foto: Hochwald/pp/Agentur ProfiPress

1,59 Milliarden Umsatz

01.07.2022

Milchgenossenschaft „Hochwald“ legt wenige Tage nach der Eröffnung von Europas modernster Molkerei in Mechernich-Obergartzem ihren Geschäftsbericht für 2021 vor

Mechernich-Obergartzem/Thalfang – Nur wenige Tag nach der Inbetriebnahme von Europas modernster Molkerei im Mechernicher Gewerbegebiet Obergartzem III hat die Milchgenossenschaft „Hochwald“ ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2021 vorgelegt. Sie spricht von einem turbulenten, aber erfolgreichen vergangenen Jahr.

Der Umsatz betrug 1,59 Milliarden Euro, 37, Prozent mehr als 2020. Der Exportanteil am Umsatz stieg abermals, insbesondere die Ausfuhr haltbarer Produkte nach Südostasien, vor allem China, wie Vorstandsvorsitzender Peter Manderfeld bereits während der Eröffnungsfeierlichkeiten angekündigt hatte. Die Exportquote betrug 48 Prozent, die Investitionen bewegten sich mit 117,1 Mio. Euro erneut auf hohem Niveau.



Schlüsselübergabe in Europas modernster Molkerei in Obergartzem. Wenige Tage später wird der Geschäftsbericht für 2021 vorgelegt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

 

Flut legte Erftstadt lahm

 

Besonders belastend war die Flutkatastrophe an Ahr und Erft, die die Produktion im Werk in Erftstadt vollständig zum Stillstand brachte. Der Milchpreis auf Jahresbasis lag mit 36,2 Cent pro Liter den zehntel Teil eines Cents unter dem Bundesschnitt.

Im Geschäftsbericht heißt es, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien 2021 für die Milchwirtschaft herausfordernd gewesen. „Die gesamte Wertschöpfungskette Milch war mit stark gestiegenen Kosten u.a. für Verpackungen, Logistik, Zusatz- und Hilfsstoffe sowie Energie konfrontiert.“

Die Milcherzeugung in Deutschland sei nach zwei Jahren der Stagnation erstmals wieder gesunken. Der internationale Handel mit Milchprodukten hingegen sei erneut gewachsen. Die Corona-Pandemie habe – wie im Vorjahr – im Frühjahr 2021 zu höheren Absätzen geführt. Dieser Effekt habe sich im Laufe des Jahres aber wieder verflüchtigt.



Auch das 40 Meter hohe weithin sichtbare Hochregallager der „Hochwald“-Molkerei Mechernich-Obergartzem wird weitgehend automatisch befüllt und wieder geleert. Foto: Hochwald/pp/Agentur ProfiPress

Der Out-of-Home Konsum blieb weltweit auch 2021 hinter den Vor-Corona-Zahlen zurück. Ein niedrigeres weltweites Milchaufkommen bei steigenden Absätzen insbesondere in Südostasien führte im Jahresverlauf zu rasant steigenden Preisen.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belaste die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringe große politische Unsicherheiten mit sich, heißt es im Geschäftsbericht von „Hochwald“: „Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust…“

 

„Molkereiprodukte teuer wie nie…“

 

Die rasante Entwicklung auf den Rohstoffmärkten sowie die Kostensituation der Landwirte und der Molkereien führe zu steigenden Preisen bei Molkereiprodukten. Die Preissteigerungen betrügen im Mittelwert über alle Sortimente rund 35 Prozent: „Damit werden Molkereiprodukte in Deutschland so teuer wie nie zuvor.“



Nur wenige Tag nach der Inbetriebnahme von Europas modernster Molkerei im Mechernicher Gewerbegebiet Obergartzem III hat die Milchgenossenschaft „Hochwald“ ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2021 vorgelegt. Sie spricht von einem turbulenten, aber erfolgreichen vergangenen Jahr. Der Umsatz betrug 1,59 Milliarden Euro. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung nahm das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2022 das größte Investitionsprojekt der Geschichte von Hochwald in Betrieb: Die Molkerei in Mechernich. „Themen wie Nachhaltigkeit, Diversifizierung und Digitalisierung werden uns in Zukunft noch mehr beschäftigen“, heißt es im Geschäftsbericht.

Ausgehend von der Umsatzentwicklung der ersten Monate des Geschäftsjahres gehen die Hochwald-Verantwortlichen für 2022 von einem Jahresumsatz deutlich über dem Niveau des Vorjahres aus: „Wir erwarten, dass in 2022 ein überdurchschnittlicher Milchpreis von der Unternehmensgruppe gezahlt werden kann. Für das Jahr 2022 rechnen wir mit einem Konzernergebnis vor Steuern leicht über dem durchschnittlichen Niveau.“

pp/Agentur ProfiPress



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