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Skarszewy - Polen

Skarszewy  (deutsch Schöneck in Westpreußen) ist eine Stadt mit etwa 7000 Einwohnern in Powiat Starogardzki (Powiat Starogard) der polnischen Woiwodschaft Pommern.
Die Stadt liegt im ehemaligen Westpreußen, am Fluss Wietcisa (Fietze), etwa 40 Kilometer südlich von Danzig.


Die Ortschaft wurde 1180 vom Johanniterorden auf Ländereien gegründet, die der pomerellische Herzog Sobiesław I. ihm zugestanden hatte und die zuvor der Templerorden in Besitz gehabt hatte. Die ersten Notizen über den Ort stammen aus dem Jahre 1198. Im Jahr 1309 kam das Gebiet von Schöneck mit Pomerellen durch den Vertrag von Soldin zum Deutschordensstaat.

1334 klärte der Orden mit den Johannitern das Gebiet von Schöneck betreffende Besitztumsfragen. Die Stadtrechte wurden 1320 verliehen. Reste einer Burganlage und einer Stadtmauer aus der Zeit sind noch erhalten. 1370 verkauften die Johanniter die Stadt an den Deutschen Orden.


Nach dem Dreizehnjährigen Städtekrieg kam Schöneck 1466 durch den Zweiten Thorner Frieden vom Deutschordensstaat Preußen zum autonomen Preußen Königlichen Anteils (Westpreußen), das sich freiwillig der Oberhoheit der polnischen Krone unterstellt hatte.


Da seit 1613 der Starost des Ortes gleichzeitig Woiwode der Woiwodschaft Pommern war, war die Burg von Schöneck auch Sitz der Woiwodschaft, wo der Landrat tagte und das Archiv aufbewahrt wurde.
Bei der Vereinigung West- und Ostpreußens 1772 kam Schöneck zum Königreich Preußen.

Die Stadt hatte eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche und eine Synagoge. Zwischen 1818 und 1920 war Schöneck in Westpreußen Teil des Landkreises Berent. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Schöneck eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche, eine Synagoge, ein Amtsgericht, ein altes Schloss (in dem zu dem Zeitpunkt die Molkerei untergebracht war) und einige mittelständische Betriebe.


Nach dem Ersten Weltkrieg musste Schöneck 1920 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors auf westpreußischem Gebiet an Polen abgetreten werden.


Als Folge des Überfalls auf Polen wurde das Territorium 1939 in das Reichsgebiet einverleibt und Schöneck gehörte bis 1945 wieder zum Landkreis Berent, nun im Reichsgau Danzig-Westpreußen, des NS-Reichs.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit aus Schöneck vertrieben.


In der Stadt gibt es heute zwei katholische Kirchen, mehrere Kindergärten, einige Grundschulen und weiterführende Schulen. Im Jahre 2018 wurde ein neues Sportzentrum mit Fitness- und Wellnessbereich eröffnet.