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60jähriges Firmenjubiläum der Deutschen Mechatronics


Geschäftsführer Dr.-Ing. Karlheinz Sossenheimer (rechts) hatte das 60jährige Firmenjubiläum auf den 1. September gelegt, denn "heute bin ich auf den Tag genau ein Jahr in Mechernich".  Bürgermeister Dr. Schick gratulierte. Foto: ml/pp
Kameragehäuse für Tiefseetaucher, Röhren für Röntgenapparate, Auspuffkrümmer für Formel-I-Rennwagen

Alles made in Mechernich: Eigentlich ist das Unternehmen noch viel älter als die 60 Jahre seines Bestehens, die es am Samstag groß feierte - Die „Deutsche Mechatronics“, wie sie heute heißt, wird im Volksmund noch immer „Lahmeyer“ genannt und begann bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als „Baugesellschaft für elektrische Anlagen“ – Heute 770 Beschäftigte

„Wo wir sind, da ist vorne“, lautete einer der Slogans, die am Samstag, 1. September, während des 60jährigen Firmenjubiläums der Deutschen Mechatronics in Mechernich an die Wand projeziert wurden.

Doch das Unternehmen, das rund um den Bleiberg noch immer in alter Tradition „Lahmeyer“ genannt wird, obwohl es längst nicht mehr zum Frankfurter Lahmeyer-Konzern, sondern zur Münchener VTC Industrieholding GmbH gehört, will noch mehr.



Stefan Leuze vertrat beim 60jährigen Jubiläum in Mechernich den Gesellschafter, die VTC Industrieholding GmbH aus München: "Wir wollen das größte Unternehmen der Branche werden!" Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress
Gesellschafter Stefan Leuze sagte am Samstag, 1. September, während eines Familientages für die über 700 Mechatronics-Beschäftigten in der Peterheide: „Wir wollen nicht nur vorne mitmachen, wir wollen die größten in der Branche werden!“

Einen gewaltigen Schritt in diese Richtung hat die Unternehmensgruppe jetzt durch Zukäufe im Süden getan. Dabei handelt es sich um den Medizin-, Optik- und Feinmechanik-Zulieferer Prontor im Schwarzwald und die Frankfurter Control Mechatronics, die sich im Kraftwerks- und Anlagenbau einen Namen gemacht hat. Gemeinsam mit der Mechernicher Deutschen Mechatronics, dem Flaggschiff der Gruppe, bilden diese Unternehmen nunmehr die „Mechatronics Group“. Deren Firmenflagge enthüllte der Mechernicher Geschäftsführer Dr.-Ing. Karlheinz Sossenheimer am Samstag.

Die Fahne war zwischen der Bundesflagge und der des Freistaates Bayern aufgehängt, was Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick dann in seiner Ansprache zu der Bemerkung veranlasste, dass auch die Landesfarben Nordrhein-Westfalens und das Mechernicher Stadtwappen vertreten sein müsste.


Mechtronics-Chef Dr.-Ing. Karlheinz Sossenheimer bei einer denkwürdigen "Flaggenparade" am Samstag in einer der Werkshallen in Mechernich: Zwischen der Bundesflagge und der des Freistaates Bayern, in dem die Gesellschafter-Holding der Deutschen Mechatronics angesiedelt ist, hängt die Fahne der neugebildeten "Mechatronics-Group". Deren größtes Unternehmen ist die Mechernicher "Deutsche Mechatronics", aber auch Werke in Frankfurt und im Schwarzwald gehören nach Zukäufen dazu. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Dann überreichten er und Peter Dierichsweiler, der Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, eine große Kachel mit verschiedenen Motiven aus der Stadt Mechernich an Sossenheimer.

Schick gab vor vielen Hundert geladenen Jubiläumsbesuchern – größtenteils handelte es sich um Firmenangehörige und deren Familien – einen interessanten Rückblick auf die bewegte Firmengeschichte, die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als „Baugesellschaft für elektrische Anlagen“ am Rande des Mechernicher Bleibergwerks ihren Anfang genommen hatte.
Der erste Bürger Mechernichs sagte angesichts der vielen Neuerungen und Schwerpunktverlagerungen des früheren Transformatorenherstellers und heutigen Systemlieferanten für alle möglichen Sparten und Branchen: „Bei Ihnen ist nichts so beständig wie der Wandel.“

Dr. Hans-Peter Schick gratulierte der Belegschaft zu ihrer beständigen Selbsterneuerungs- und Innovationskraft.

Dr. Norbert Klein, dessen Unternehmen aus der Forschungsanstalt Jülich hervor gegangen ist, vertrat unter den Festrednern die knapp 200 Kunden der Deutschen Mechatronics, indem er ein gemeinsam mit den Mechernicher Ingenieuren entwickeltes Gerät vorstellte, mit dem bald auf allen Flughäfen der Welt flüssiger Sprengstoff in Gepäckstücken aufgespürt werden könnte. Von der Tatsache, dass in Mechernich über 100 Ingenieure forschen und entwickeln, sollen auch die zugekauften Unternehmen in Süddeutschland und Hessen profitieren, so Stefan Leuze.


Der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick beleuchtete vor mehreren Hundert Jubiläumsbesuchern die bewegte Geschichte der Deutschen Mechatronics in Mechernich. Das Unternehmen hatte einst als Baugesellschaft für elektrische Anlagen am Rande des Mechernicher Bleibergwerks seine Anfänge genommen. Schick gratulierte der Belegschaft zu ihrer beständigen Innovationskraft: "Bei Ihnen trifft das Sprichwort zu, wonach nichts so beständig ist wie der Wandel." Foto: M. Lang/pp/Agentur ProfiPress
Für Kunden wie Heidelberger Druckmaschinen, Carl Zeiss, das Laserunternehmen Trumpf, Siemens oder Bayer fertigen die rund 770 Mitarbeiter vor allem die mechanischen Komponenten und die Gehäuse. Die Palette reicht da von Kameragehäusen für Tiefseetaucher über Röhren für Röntgenapparate bis zum Auspuffkrümmer für die Formel-I-Rennwagen von Toyota. Ohne Systemkomponenten für die Druckindustrie aus Mechernich, so Karlheinz Sossenheimer, „könnten Bunte, Stern und Branvo nicht erschienen“.

Die Auftragsbücher, so der Mechetronics-Geschäftsführer, seien bis weit in das kommende Jahr gut gefüllt. 50 Tonnen Metall werden pro Produktionstag in Mechernich verarbeitet.

Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress



Gleich mehrere Hüpfburgen sorgten für Kurzweil bei den vielen Kindern, die am Familientag der Deutschen Mechatronics aus Anlass des 60jährigen Firmenjubiläums teilnahmen. Foto: ml/pp

60 Jahre Firmengeschichte

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann 1947 die Wiederbegründung jenes Mechernicher Unternehmens, das bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts als „Baugesellschaft für elektrische Anlagen“ am Rande des Mechernicher Bleibergwerks begonnen hatte.

Unter anderem war die Firma in den 20er Jahren an der Elektrifizierung des Altkreises Schleiden beteiligt.


Auch den Kindern der über 700 Mechatronics-Beschäftigten wurde es beim Jubiläumsfest am Samstag nicht langweilig. Man hatte einiges an Unterhaltung organisiert, wie dieses Wettspritzen mit der Feuerwehr-Kübelspritze. Foto: ml/pp
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man unter dem Dach des Lahmeyer-Konzerns mit der Reparatur von Transformatoren.
Zur Reparatur kamen schließlich der Bau und die Entwicklung von Transformatoren hinzu. Bereits in den Anfangsjahren, so Geschäftsführer Dr. Karlheinz Sossenheimer, erwirtschafteten die 50 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von heute umgerechnet
500 000 Euro.

Lahmeyer eroberte von Mechernich aus unter anderem völlig neue Märkte im Orient.



Peter Dierichsweiler, der Wirtschaftsförderer der Stadtverwaltung Mechernich, überbrachte zum Firmenjubiläum der Deutschen Mechatronics in Mechernich eine Kachel mit verschiedenen Motiven aus dem Stadtgebiet. Foto: ml/pp/ProfiPress
Mit der Ölkrise im Jahr 1983 setzten die Mechernicher auf den Bau von Wärmepumpen und schafften damit den Einstieg in die Energietechnik, so Sossenheimer. Gleichzeitig sei das Unternehmen zum Zulieferer für Einzelteile und Baugruppen geworden. Mitte der 90er Jahre gelang durch den Bau spezialisierter Trocknungssysteme für die Heidelberger Druckmaschinen der Einstieg in die Verfahrenstechnik. 1993 kamen laut einem Bericht der Kölnischen Rundschau unter anderem Luft- und Vakuumversorgung und optikelektrische Systeme hinzu:

 
Den ganzen Tag über startete und landete ein Hubschrauber für Rundflüge vor den ehemaligen Bushallen der Firma "Schäfer Reisen" auf der Peterheide, die heute zur Deutschen Mechatronics gehören. "Schäfer Reisen" ist seinerseits in noch modernere Gebäude am neuen Firmenssitz an den Vier Wegen umgezogen. Foto: ml/pp
„1999 wagten die Mechernicher den Einstieg in die industrielle Bildverarbeitung.
Die Tessag-Mechatronics wurde im gleichen Jahr gegründet und 2001 in RWE-Mechatronics umfirmiert, ehe nach der Umstrukturierung des RWE-Konzerns die Münchener VTC Industrieholding das Werk 2005 kaufte.

Seither haben die Gesellschafter acht Millionen Euro in die weitere Entwicklung der Deutschen Mechatronics investiert, die inzwischen einen Jahresumsatz von 130 Millionen Euro erwirtschaftet.“


Wer wollte, der konnte sich von einigen der über 100 Mechernicher Mechatronics-Ingenieure durchs Werk führen lassen. Foto: ml/pp

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick gratulierte der Belegschaft zu ihrer von ständigen Neuerungen und Veränderungen bestimmten Unternehmensgeschichte: „Auf Sie trifft das Sprichwort zu, dass nichts so beständig ist wie der Wandel!“

(KR/ml/pp)

www.mechatronicsgroup.com





Die Tombola zum 60jährigen Firmenjubiläum der Deutschen Mechatronics in Mechernich wurde zugunsten der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder veranstaltet.
Foto: pp/Agentur ProfiPress



 
 
 
 
 
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