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„Von Mechernich in die Welt“


Josef C. Rhiem, der stellvertretende Landrat des Kreises Euskirchen: "So viele Priester aus aller Welt sind hier zu Gast. Das macht mich stolz für Mechernich - und auch für den Kreis Euskirchen!" Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress

22. Ordensgedenktag bei der Communio in Christo – 15 Geistliche aus fünf Nationen zelebrierten – Vize-Landrat Josef C. Rhiem: „Im Hospiz und im Pflegeheim der Communio wird die Hoffnung der Gekreuzigten gelebt: Hoffnung gegen alle Hoffnung“

15 Geistliche aus fünf Nationen, 14 Priester und ein Diakon, standen am Samstag, 9. Dezember, in der Aula des Mechernicher Gymnasiums Am Turmhof rund um den Altar und zelebrierten eine Heilige Messe. Es war die seither jährlich gefeierte Gedenkmesse an den 8. Dezember 1984, als in Mechernich der Orden Communio in Christo gegründet wurde.



Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bei seiner Ansprache beim 22. Ordensgedenktag der Communio in Christo. Foto: Gunnar Tameer Eden / Agentur ProfiPress
Seither erinnern die Angehörigen dieses Ordens gemeinsam mit ihren Freunden und dem Orden nahe stehenden Gläubigen an den Gründungstag und ganz besonders auch an die 1994 verstorbene Gründerin  Mutter Marie Therese Linssen.

Zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben, darunter Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Vize-Landrat Josef C. Rhiem und Blankenheims Vize-Bürgermeister Franz Caspers nahmen an den Feierlichkeiten teil. 

Im Mittelpunkt des 22. Ordensgedenktages stand eine Doktorarbeit über die Communio  und ihre Gründerin. Es ist die erste Doktorarbeit über die Communio in Christo. Ihr Autor, Dr. Romuald Szczodrowski (41), gehört der Communio in Christo als Priester an, wirkte lange in Afrika und ist heute in London Jugend- und Studentenseelsorger. Er referierte über die missionarische Dimension des in Mechernich gegründeten und heute weltweit vertretenen Ordens.


Generalsuperior Karl-Heinz Haus (von links) und Spiritual Pfarrer Hermann Walch überreichten die diesjährige Verbundenheitsurkunde der Mechernicher Ordensgemeinschaft an den Kölner Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Stracke. Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sagte:
„Die Communio hat Spuren hinterlassen, nicht nur in Mechernich, sondern auf dem ganzen Globus. Aber auch hier vor Ort, in der Pflege kranker, schwerstkranker und sterbender Menschen wird mit viel Liebe und Hingabe Vorbildliches geleistet.

Die Communio ist auch als gesellschaftliche Größe nicht mehr aus Mechernich wegzudenken. Was wir hier erleben, ist praktizierte Nächstenliebe – und das wird nach anfänglichen Schwierigkeiten heute auch von der Bevölkerung so gesehen und anerkannt.“


Ordensmitglieder formulierten die Fürbitten in Deutsch, Niederländisch, Englisch und Polnisch. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Vize-Landrat Josef C. Rhiem bezeichnete sich selbst als „treuen Gast bei der Gemeinschaft in Christus“ und als Gefährten „meines alten, jung gebliebenen Freundes Helmut Weber“, dem jahrzehntelangen Geschäftsführer der Communio in Christo.

Weiter sagte Rhiem: „Die Pflege- und Hospizarbeit ist es, die den Kreisbürger überzeugt und beeindruckt.“ Zumal in Mechernich die meisten Gepflegten kaum eine Chance hätten, jemals wieder gesund zu werden.

Bei der Communio, so Josef C. Rhiem, werde „die Hoffnung der Gekreuzigten, die Hoffnung gegen alle Hoffnung“ gelebt. „Gegen das Sterben gibt es keine Arznei und es wird sie auch nie geben“, konstatierte Rhiem. Aber für den Gläubigen gebe es den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus, der eine Dimension jenseits von Leid und Sterben erschlossen habe. 
 

Pfarrer Karl-Heinz Haus (links), der Generalsuperior der Communio in Christo, mit dem Hauptzelebranten, Dompropst Tadeusz Brzezinski. Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPress
Unter den insgesamt 14 konzelebrierenden Geistlichen befanden sich  auch der Steinfelder Dechant Wieslaw Kaczor und als Festprediger der Alendorfer Pfarrer Gregor Stepkes. Letzterer  hielt ein Plädoyer für eine Kirche, „die offen ist für Schwache und Gestrauchelte“.
Hauptzelebrant war Dompropst Tadeusz Brzezinski von der Kathedrale in Pelplin/Polen.

Die Einführung in die Eucharistiefeier hielt Pfarrer Karl-Heinz Haus, der Generalsuperior des Ordens Communio in Christo. „Ich begrüße Sie alle, die Sie heute gekommen sind. Sie alle machen dadurch Kirche erfahrbar, wie das Konzil sie wollte und wie sie die Communio in Christo leben will, als Gemeinschaft in Christus und als ein Volk unterwegs.“
Nichts in der Welt und in der Kirche sei heute notwendiger als das lebendige Zeugnis der Christen für einen Gott, der kein strafender Gott sei und der auch nicht für alles Unrecht in der Welt verantwortlich zu machen sei, weil er seine Schöpfung in die unbedingte Freiheit entlassen habe.


Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick am Rande des 22. Ordensgedenktages im Gespräch mit Helmut Weber, dem jahrzehntelangen Geschäftsführer des kirchlich tolerierten, aber kirchenrechtlich noch nicht offiziell anerkannten Ordens Communio in Christo. Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress

Gefordert sei mehr denn je das lebendige und dankbare Zeugnis für einen den Menschen in seiner gottgewollten Freiheit alle Zeit liebenden - und immer vergebenden
Gott.

Beim 22. Ordensgedenktag wurde der Kölner Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Stracke für seine Tätigkeit für die Communio in Christo besonders ausgezeichnet.

Die Laudatio hielt Pfarrer Hermann Walch, der Spiritual der kirchlich tolerierten, aber kirchenrechtlich noch nicht offiziell anerkannten Communio in Christo.


14 Priester aus fünf Nationen, hier eine Teilansicht mit zehn Priestern und einem Diakon, konzelebrierten am 9. Dezember die Heilige Messe aus Anlass des 22. Jahrestages der Gründung der Communio in Christo. Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPress


Bisherige Preisträger waren unter anderem die Zülpicher Künstlerin Marti Faber und Artur Geisler, der Gründer und Vorsitzende des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe. 


pp/Agentur ProfiPress

   


Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens wohnten der Heiligen Messe und dem anschließenden Festakt bei, hier unter anderem der Mechernicher SPD-Fraktionschef sowie Vorsitzende der "Tafel" und der Turn- und Sportvereinigung, Wolfgang Weilerswist, mit dem Blankenheimer Vize-Bürgermeister Franz Caspers (von rechts).

Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPress



Hauptreferent des 22. Ordensgedenktages in Mechernich war der in London als Jugend- und Studentenseelsorger wirkende Communio-Priester Dr. Romuald Szczodrowski.

Der lange in Afrika tätige Missionar hat im Sommer 2006 an der Staatlichen Kardinal-Wyszynski-Universität in Warschau mit einer Arbeit über die missionarische Dimension im Wirken der Mechernicher Gründerin Marie Therese Linssen und des von ihr ins Leben gerufenen Ordens Communio in Christo promoviert.

Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress


 



 
 
 
 
 
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