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Mechernicher unterstützen Sozialprojekte in Tschenstochau


Pfarrer Jozef Zielonka zwischen der Mechernicher Communio-Schwester Lidwina und Agnes Krzysiak in Tschenstochau. Aus Mechernich angereist waren auch Father Thomas Banda, ein Communio-Priester aus Sambia, und Spiritual Pfarrer Hermann Walch (rechts außen), hinter ihm Kaplan Marek Galec. Foto: privat

„Geht alle zu Jozef!“ – Delegation vom Bleiberg beim „Familientreffen“ der Ordensgemeinschaft in Polen

Mechernich – „Geht alle zu Jozef!“ ist zu einem geflügelten Wort in Tschenstochau und Umgebung geworden. Gemeint ist aber nicht der gleichnamige Heilige, Ziehvater Jesu und  Zimmermann aus Nazareth. Im berühmten polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau ist Prälat Jozef Zielonka der Mann für alle (Not-)Fälle. Der 60-jährige Priester, Vizepräsident der Caritas der Diözese Tschenstochau, ist Mitglied der Mechernicher Ordensgemeinschaft Communio in Christo, die sich als Universalorden für Priester, Ordensleute und Laien versteht. „Ein Weg für alle“, wie Generalsuperior Pfarrer Karl-Heinz Haus das Konzept der Gründerin Mutter Marie Therese auf den Punkt bringt. Bereits in den 80er Jahren, als in Polen noch der Kommunismus herrschte, wurde vom Bleiberg aus eine rege Pakethilfe mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung aufgebaut. Die Ordensmaxime ist die gelebte Nächstenliebe. Diesen Auftrag erfüllt die Communio in Christo in Mechernich selbst beispielsweise durch Betrieb und Unterhalt einer Langzeitpflegeeinrichtung für über 150 schwer pflegebedürftige Patienten und eines Hospizes sowie des Hauses Effata für betagte Menschen in Blankenheim.


Auf ihre Weise tun auch andere Communio-Angehörige weltweit Werke der Barmherzigkeit. Für sie ist die praktizierte Nächstenliebe gemäß der Auslegung ihrer verstorbenen Gründerin die eigentliche Verwirklichung des Zweiten Vatikanischen Konzils – frei nach dem Motto „Nicht nur reden – handeln“. Auch Prälat Zielonka  wurde von der  Stadt Tschenstochau bereits mehrfach für seine sozialen Projekte ausgezeichnet. Er ist hauptberuflich Pfarrer in der heimlichen Hauptstadt Polens. „Nebenbei“ ist Prälat Jozef Zielonka verantwortlich für die Mitglieder der Ordensgemeinschaft in Polen.


In der Pfarrkirche von Jasna Gora zeigt ein Glasfenster die Mechernicher Ordensgründerin Mutter Marie Therese neben dem Abbild der Heiligen Theresia von Avila. Foto: privat
Zum zehnjährigen überregionalen Treffen der Communio-Familie, das auf eine Initiative Zielonkas zurückgeht, reisten jetzt  auch Mechernicher Mitglieder in Tschenstochau an. Im Heiligtum der Schwarzen Madonna, um die sich tagtäglich Tausende versammeln, feierten über hundert Communio-Angehörige Heilige Messe. Besonders freute sich die Gemeinschaft über 21 Männer und Frauen, die ihr Gelübde der Nächstenliebe ablegten, darunter auch zwei Jugendliche. Auf ihrer Pilgerfahrt nahm sich die Delegation aus Mechernich auch die Zeit, um die Projekte in Pfarrer Zielonkas Pfarrei zu besuchen, die sie seit längerer Zeit unterstützen.

Zu ihnen gehört eine Kindertagesstätte, die 65 Kinder aus sozial schwachen Familien nach der Schule betreut. 17 Computer können die Jungen und Mädchen dank der Hilfe aus Mechernich nutzen. Den für den Kontakt zur virtuellen Außenwelt unerlässlichen Internetzugang stiftete die Stadt Tschenstochau dazu.

 Neben dem Pfarrhaus betreibt Prälat Zielonka eine Apotheke, die Bedürftige kostenlos mit Medikamenten versorgt. Schon früh am Morgen stehen die Menschen dort Schlange. Auch eine Kleiderstube gibt es. „Als wir am Montagmorgen nach Krakau fuhren, luden fünf Männer einen Transporter mit 22 Tonnen Kleidern und Medikamenten aus. Unter ihnen auch die beiden Kapläne“, erzählt die Mechernicher Communio-Schwester Lidwina: „Das ist gelebte Solidarität!“

pp/Agentur ProfiPress


 



 
 
 
 
 
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