Ehrengäste aus Mechernich

Auch zwei Priester aus Mechernich waren bei der Bischofsweihe von Waclaw Depo (Mitte) im polnischen Zamoscz mit von der Partie. Foto: Privat/pp
Der Communio in Christo nahe stehender Bischof Waclaw Depo (52) wurde im polnischen Zamocz geweiht – Marienikone Weihegeschenk aus Deutschland
Mechernich/Zamosc – Freundschaft ohne Grenzen bewährt sich auch dann, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes hoch und erhaben hergeht. So brachte Waclaw Depo (52) unmittelbar nach seiner Bischofsweihe noch in der Kathedrale des polnischen Zamosc seine Verbundenheit mit der „Communio in Christo“ mit Stammsitz in Mechernich zum Ausdruck.
Dann wechselte Bischof Depo am Ende seiner Ansprache nach der Bischofsweihe von der polnischen in die deutsche Sprache, indem er sich direkt an die deutschen Freunde wendete: „Besonders herzlich begrüße ich die Communio in Christo, vertreten durch Generalsuperior Haus und Pfarrer Walch. Ich danke für Eure Verbundenheit mit mir und für Euer Gebet sowie alles Gute, das die Communio und Mutter Marie Therese für das Priesterseminar und die Diözese Radom getan haben. Vergelt’s Gott!“
Waclaw Depo war seit 1990 Rektor des Priesterseminars der polnischen Diözese Radom, das schon seit 1988 in der Aufbauphase mit Mitteln der „Communio in Christo“ von Mechernich aus unterstützt wird. Dank des damals so günstigen Umtauschkurses, erinnert sich Pfarrer Hermann Walch, „und der 20fachen Kaufkraft der D-Mark in Polen“, so Generalsuperior Karl-Heinz Haus, konnte die Unterstützung aus Mechernich für das Seminar Radom so großzügig ausfallen.
Das 1991 von Papst Johannes Paul II. eingeweihte Priesterseminar beherbergt mittlerweile 150 Seminaristen gleichzeitig und veranstaltet an den Wochenenden Katechesekurse, an denen bis zu 1000 Laien teilnehmen. 35 emeritierte Priester verbringen am Seminar ihren Ruhestand. Ohne die Unterstützung aus Mechernich, so der Erbauer des Priesterseminars Radom, Bischof Edward Materski, gebe es die Einrichtung überhaupt nicht. Im Seminar wurde ein Saal nach der Mechernicher Communio-Gründerin Mutter Marie Therese Linssen benannt.
Materskis Nachfolger in der Diözese Radom, Bischof Zygmunt Zimowski, hatte seinerzeit auch den Grundstein zum Hospiz Stella Maris in Mechernich gelegt. Materski selbst hatte alle übrigen Ordenseinrichtungen der Communio in Christo in Deutschland eingeweiht und auch die kirchlichen Feierlichkeiten bei der Beisetzung Mutter Marie Thereses geleistet. Am Rande der Bischofsweihe versicherte der emeritierte Bischof den Mechernicher Communio-Vertretern jetzt, er werde „alles tun, damit die Mutter heilig gesprochen werden kann“.
Hilfe für und Geschwisterlichkeit mit den Polen war ein besonderes Anliegen der Mechernicher Ordensgründerin. Und sie setzte hier besondere Werke der Nächstenliebe in die Tat um, lange bevor der Eiserne Vorhang gefallen und das kommunistische Regime entmachtet war. Nicht zuletzt deshalb hat die Communio in Christo mit Stammsitz in Mechernich gerade in der polnischen Kirche viele Anhänger und Sympathisanten, deren Zahl noch immer weiter anwächst.
Auch im Umfeld des Priesterseminars Radom haben sich viele Pfarrer der Communio angeschlossen, berichteten die Pfarrer Haus und Walch im Gespräch mit Pressevertretern. Insgesamt wird die Zahl der Kleriker, die der Communio in Christio bereits angehören, heute weltweit auf über 300 geschätzt, darunter allein rund 30 Bischöfe. Die Zahl der Ordensmitglieder und dem Orden nahe Stehenden insgesamt geht in die Tausende.
pp/Agentur ProfiPress
Vorbericht:
Der "Communio in Christo" nahestehender Priester wird Bischof ...

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