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Eine Freundschaft fürs Leben


Foto: Agentur ProfiPress
Die Missionsbenediktinerin Schwester Ditrica (43) aus Tansania wirkte während der Semesterferien an der Gregoriana im Pflegeheim der Communio in Christo in Mechernich – Jetzt kam sie, um vor ihrer Rückkehr in die Heimat im Mutterhaus Danke für Unterstützung zu sagen

Schwester Ditrica Mgeni (43) lacht gerne, und das aus vollem Herzen. Vor kurzem hat die Missionsbenediktinerin aus Tansania ihr Theologiestudium an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom erfolgreich abgeschlossen. Nun sitzt sie im Zimmer von Pfarrer Hermann Walch, dem Spiritual der Ordensgemeinschaft Communio in Christo in Mechernich, und freut sich nach acht Jahren Ausbildung in Spiritualität und Pastoralpsychologie, in ihre Heimat Tansania zurückzukehren.


Als jüngstes von acht Kindern wuchs Schwester Ditrica in einer gläubigen Farmerfamilie auf. Schon als Kind habe sie sich gewünscht, Nonne zu werden, erzählt die Theologin, und das hänge auch mit einem frühkindlichen Erlebnis zusammen. Ihre Mutter sei mit ihr und einem Geschwisterchen schwanger gewesen, ohne von den Zwillingen zu ahnen. Die frühzeitige Geburt  habe ihr Geschwisterchen nicht überlebt.

Danach habe man die Mutter, deren gesamter Körper mit Blasen übersät war, in ein Hospital der Missionsbenediktinerinnen gebracht. Die ganze Nacht hätten die Schwestern für die todkranke Frau gebetet. Als sich am frühen Morgen ihr kritischer Zustand besserte, sei  der „hüpfende Bauch“ der Patientin aufgefallen. Sie trug unerwartet noch ein zweites Baby unter ihrem Herzen. Die Geburt ihres jüngsten Kindes habe die Mutter stets als Wunder empfunden und von einem Gottesgeschenk gesprochen.

Da sei in ihr, so Schwester Ditrica, immer mehr der Wunsch gewachsen, den Mitmenschen all das zurückzugeben, was die Schwestern ihrer Familie Gutes getan hatten. Mit 18 Jahren sei sie daher in den Orden der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing eingetreten, den Gallus Steiger, ehemaliger Abt des Klosters St. Ottilien, 1938 gegründet hatte.

Sie brenne darauf, den Menschen die Liebe Gottes zu bringen und ihn mit ihrem Leben zu bezeugen, bekräftigt die angehende Lehrerin. Die Nächstenliebe im Alltag zu leben, ist auch ein zentrales Anliegen der Communio in Christo. So verwundert es nicht, dass Schwester Ditrica der Mechernicher Ordensgemeinschaft nahe steht und von dem außergewöhnlichen Charisma ihrer Gründerin Mutter Marie Therese Linssen überzeugt ist.

Und wie kommt eine junge Ordensschwester aus Tansania zur Communio in Christo? In den Universitätsferien schließt das Instituto Sant’ Anselmo in Rom, wo Schwester Ditrica lange Jahre wohnte, die Pforten, und seine Studenten müssen sich für ein paar Wochen eine neue Bleibe suchen. Ein Kommilitone aus Tansania empfahl seine Landsmännin  der Communio, die ihr die Möglichkeit bot, in der Langzeitpflegeeinrichtung der Ordensgemeinschaft zu helfen.

Daraus entstand eine spirituelle Freundschaft fürs Leben. Der Kommilitone ist übrigens der Neffe des Priesters, der vor zwanzig Jahren als erster Pfarrer aus Tansania die Communio in Mechernich besuchte. Wenn es Zufall war, bleibt die Frage, wem durch wen was zufällt . . .

Judith Rosen/Agentur ProfiPress



 
 
 
 
 
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