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Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (ganz rechts) und Rotkreuz-Funktionäre zeichneten am Donnerstagabend im Kommerner Restaurant „Stollen“ zwei Dutzend verdiente Blutspender und Lebensretter aus. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Reicher in der Seele werden“

13.11.2017

Verdiente Lebensretter in Mechernich ausgezeichnet, Tenor: Blutspenden bringt weder Geld, noch Lobeshymnen, rettet aber ungezählte Menschenleben – Spitzenreiter Hubert Schmidt (150 Spenden) und Manfred Berners (125)

Mechernich – „Das ist eine Badewanne voll“, staunte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick am Donnerstagabend im Kommerner Restaurant „Stollen“ bei der diesjährigen Blutspenderehrung des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich.

Schick meinte damit das „Ergebnis“ der beiden eifrigsten Blutspender und Lebensretter, nämlich Hubert Schmidt aus Obergartzem und Manfred Berners aus Nöthen, die bislang 150mal beziehungsweise 125mal je einen halben Liter Blut gespendet und damit vermutlich jeder mehreren Dutzend Menschen das Leben gerettet oder verlängert haben.

Dr. Schick, Rotkreuz-Ortsvereinsvorsitzender Rolf Klöcker, Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann und die Blutspende-Beauftragte Nicole Thielen hatten aber noch mehr Ausnahmeleute unter den Blutspendern zu ehren, nämlich fünf Männer, die bereits jeweils in 100 Spenden 50 Liter Blut für andere abgegeben haben.

Dabei handelte es sich um Werner Zeyen, Bernhard Zervos, Siegfried Rieger, Michael Steffens und Walter Berghaus. In Abwesenheit wurde Horst Griesenbrock für hundert Blutspenden mit Urkunde, Ehrennadel und Präsent geehrt.

Schick dankt auch den Helfern

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick dankte an dem Abend nicht nur den Spendern, sondern auch den Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes, die regelmäßig bei den Blutspende-Terminen in Kommern und Mechernich im Einsatz sind.

Rolf Klöcker wies darauf hin, dass statistisch 80 Prozent aller Bundesbürger einmal in seinem Leben auf eine Blutspende angewiesen sei. Aber nur vier Prozent der Bevölkerung seien aktive Blutspender.



Hubert Schmidt (von links) hat bereits 150mal Blut gespendet, Manfred Berners 125mal. Beide wurden von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (von rechts), dem Rotkreuz-Kreisvorsitzenden Karl Werner Zimmermann und dem Mechernicher Rotkreuz-Ortsvereinsvorsitzenden und Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker ausgezeichnet. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Viele Blutspender wissen nicht, dass sie mit einer einzigen Blutspende mehreren Menschen helfen“, so der Mechernicher Ortsvereinsvorsitzende und Kreisgeschäftsführer Klöcker weiter: „Aber Ihre Spenden werden in die einzelnen Blutbestandteile zerlegt und kommen Patienten zugute, die die eine oder andere Komponente brauchen.“ Was Blut so wertvoll mache, sei seine Unersetzbarkeit, so Rolf Klöcker: „Es gibt auch im 21. Jahrhundert noch kein Verfahren, Blut synthetisch herzustellen.“

Viele mit 25, 50 und 75 Spenden

Rotkreuz-Kreisvorsitzender Karl Werner Zimmermann lobte vor allem die moralische Seite des Blutspendens: „Was Ihren Dienst so wertvoll macht, ist der Umstand, dass Sie Menschenleben retten, ohne jemals zu erfahren, wem sie wie sehr geholfen haben.“

Blutspender erhielten bis auf die Anerkennung durch das Rote Kreuz für ihre menschlich große Tat auch keinen Dank, so Zimmermann. „Reich werden Sie auch nicht dabei“, so der Rotkreuz-Kreisvorsitzende, „jedenfalls nicht im materiellen Sinne, dafür aber reicher in Ihrer Seele.“

Für 75 Blutspenden ausgezeichnet wurden Michael Benken, Helmut Evertz, Karl-Heinz Kolvenbach, Marianne Schiffer und Heiko Bernhard Trapp aus Mechernich sowie Markus Werner aus Nettersheim. 50mal Blut gespendet haben Frank Bich, Gottfried Mestert und Hildegard Wielspütz. Für 25 Blutspenden geehrt wurden Achim Bekisch, Peter Pletz, und Burkhard Günther Schneider sowie in Abwesenheit Hans-Jörg Blumenau, Kai Fischer, Christian Jarzynka und Simone Rodenbüsch.

pp/Agentur ProfiPress



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